„Ein Teil meines Lebens“

Nach 33 Jahren als Vorsitzender des Ottweiler Städtepartnerschaftsvereins macht Frank Pampa nach eigener Aussage nun „Platz für die Jüngeren“. Neue Vorsitzende ist Doris Scherer, Pampa bleibt Vorstandsmitglied.

Frank Pampa hat in seinen 33 Jahren als Vorsitzender des Vereins zur Förderung von Städtepartnerschaften in Ottweiler viel erlebt: ein bisschen Aufwühlendes, vor allem aber sehr Schönes. Im Büro des Vereins im Rathaus zeugen etliche Geschenke von diesen Erlebnissen - unter anderem ein Paar kleine, französische Holzschuhe, eine Flasche "Jus de pomme", ein Foto-Kalender, Werke von (Hobby-)Künstlern und ein Teller mit griechischer Schrift. Zu Hause hat Pampa, der auch über 30 Jahre, bis 2014, Ortsvorsteher von Ottweiler war, noch etliche Präsente mehr. Das wäre vermutlich nicht der Fall, wenn er die Aktivitäten des Vereins nicht so geleitet hätte, wie er es getan hat, nämlich auf einer sehr persönlichen Ebene. In eine Partnerstadt fahren und dort im Hotel absteigen, das kam für ihn nie in Frage. Er hat immer dafür gesorgt, dass sowohl die Ottweiler in den Partnerstädten als auch die ausländischen Freunde in Ottweiler in Familien unterkommen. "Es ging mir darum, dass wir die Leute und ihre Lebensweise wirklich kennen lernen. Nur so kann man Verständnis entwickeln für das andere Volk." Nun hat Pampa den Vorsitz an Doris Scherer, Lehrerin an der Grundschule Lehbesch, abgegeben.

Angefangen hatte für den Partnerschaftsverein alles bei einer Familienfeier, bei der Kontakte zwischen Bürgern von Ottweiler und St. Rémy in Burgund entstanden. Bald darauf gab es erste Besuche und Gegenbesuche - Pampa war mit dabei. Als man dann 1983 den Partnerschaftsverein gründete, wurde er sogleich zum Vorsitzenden gewählt. Bei einer internationalen Veranstaltung in St. Rémy traf man später auch auf Menschen aus Vrilissia bei Athen und ging mit der griechischen Stadt 1998 ebenfalls eine Partnerschaft ein.

"Ich habe unwahrscheinlich viele Leute kennengelernt in all den Jahren", sagt Pampa. Die Arbeit, die für ihn als Vorsitzenden damit verbunden war, ist ihm kaum der Rede wert. "Ich habe mich immer wohl gefühlt dabei. Vor allem, weil ich wusste, ich habe tolle Leute hinter mir, die ganz viel helfen." Im Vorstand, in dem sich auch junge Mitglieder engagierten, herrsche noch heute eine super Atmosphäre. Außerdem konnte Pampa sich stets über viele teilnehmende Vereine freuen, die die Partnerschaft selbst aktiv pflegen, sowie über viele Interessierte für die Schüleraustauschprogramme.

Davon, dass er nun "Platz macht für die Jüngeren", wie Pampa selbst sagt, erhofft er sich frische Ideen für den Verein. Er selbst wird diesem jedoch als Vorstandsmitglied erhalten bleiben. "Das ist selbstverständlich für mich. Der Partnerschaftsverein ist schließlich ein großer Teil meines Lebens."