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Ein Urgestein geht
„Ein Ortsvorsteher mit Leib und Seele“

Eines der ersten Bilder, das Udo Zägel als Ortsvorsteher von Mainzweiler zeigt. Es stammt aus dem Jahre 1997 und entstand vor dem Kulturzentrum  „Alte Schule“.
Eines der ersten Bilder, das Udo Zägel als Ortsvorsteher von Mainzweiler zeigt. Es stammt aus dem Jahre 1997 und entstand vor dem Kulturzentrum „Alte Schule“. FOTO: Hiegel, Willi
Mainzweiler. 20 Jahre lang war Udo Zägel Ortsvorsteher in Mainzweiler. Ein sehr beliebter dazu. Nun wurde er offiziell verabschiedet. Von Heinz Bier

28 Jahre gehörte Udo Zägel dem Ortsrat Mainzweiler an. 20 Jahre – von 1997 bis 2017 –  war er Ortsvorsteher und davor schon sechs Jahre Stellvertreter, bis er sich im vergangenen Sommer aus persönlichen Gründen zurückzog. So sang- und klanglos sollte der 66-Jährige aber nicht von der kommunalpolitischen Bühne abtreten und deshalb wurde er, mit einigem zeitlichen Abstand, am vergangenen Dienstag in einer öffentlichen Sondersitzung des Ortsrates gebührend verabschiedet.


Zu der Sitzung im Feuerwehrgerätehaus waren auf Zägels Wunsch hin auch die Vorsitzenden der örtlichen Vereine und Organisationen sowie wichtige Ehrenamtler aus dem Ort eingeladen. „Er hat 20 Jahre die Geschicke von Mainzweiler und seiner Menschen geleitet und war ein Ortsvorsteher mit Leib und Seele“, erklärte Achim Wagmann, sein Nachfolger im Amt. Zägel habe nicht nur stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Leute gehabt, „er hat auch immer mit angepackt“, schilderte Wagmann die Einstellung seines Vorgängers. „Viele Projekte und Ideen konnten in seiner Amtszeit umgesetzt werden“, betonte der Ortsvorsteher und listete danach eine Reihe von Infrastrukturmaßnahmen im Ort, kulturelle Ereignisse und traditionelle Veranstaltungen wie beispielsweise das Mofarennen oder den Wannerschdaach auf. Sehr wichtig seien auch immer wieder Maßnahmen im Ort zur Resozialisierung jugendlicher Straftäter gewesen, befand Wagmann, der aber ebenso seine Amtsführung positiv herausstellte. „Die Ortsratssitzungen unter seiner Leitung waren immer fair und man konnte sich hinterher immer noch in die Augen schauen“, betonte der heutige Ortsratsvorsitzende.

„Udo hat während der 20 Jahre einiges bewegt“, stellte Wagmann heraus, „und ohne ihn wäre vieles nicht möglich gewesen“. Auch Bürgermeister Holger Schäfer dankte Udo Zägel für 28 Jahre Kommunalpolitik, „denn das ist schon eine Hausnummer“, meinte der Verwaltungschef. Er wisse, dass Zägel als Ortsvorsteher sehr beliebt war, „und egal, mit wem man spricht, man hört nur Gutes“, bestätigte Schäfer.



Trotz aller politischen Unterschiede hätten beide seit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren immer gut zusammen gearbeitet, „und menschlich haben wir absolut keine Probleme“, stellte der Bürgermeister heraus. Der Ortsvorsteher im Ruhestand war „selbst erstaunt, was wir in 20 Jahren alles gemacht haben“, doch vieles sei nur durch die Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen und Organisationen möglich gewesen, gab Zägel zu verstehen. Er dankte der Verwaltung und vielen langjährigen Weggefährten für die gute Zusammenarbeit und hatte sich eines bis zum Ende aufgehoben. „Zum Schluss möchte ich meiner Frau Astrid danken, ohne die vieles nicht möglich gewesen wäre“, sagte Udo Zägel.

Nach 20 Jahren als Ortsvorsteher wurde Udo Zägel (6.v.r.) von seinem Nachfolger Achim Wagmann (4.v.r.) und Bürgermeister Holger Schäfer (7.v.r.) verabschiedet.  
Nach 20 Jahren als Ortsvorsteher wurde Udo Zägel (6.v.r.) von seinem Nachfolger Achim Wagmann (4.v.r.) und Bürgermeister Holger Schäfer (7.v.r.) verabschiedet.   FOTO: Heinz Bier