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Laufsport
Ein Lauf mit vielen Aufs und Abs

Ottweiler . Ideale Bedingungen und ein starkes Teilnehmerfeld sorgen für eine gelungene Veranstaltung bei der 33. Auflage des AOK-Altstadtlaufs in Ottweiler. Von Volker Ammann

Bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen startet die 33. Auflage des AOK-Altstadtlaufs in Ottweiler am Samstag mit dem Bambini-Lauf. Die kleinen Sportler, der Jüngste, Leon Lambert, kaum mehr als zwei Jahre alt, liefen die 350 Meter Strecke mit voller Begeisterung. Damit niemand vom rechten Weg abkam, schickte der Veranstalter einen Wegweiser vornweg. Insgesamt gingen 835 Läufer an den Start. Otto Lauermann von den Veranstaltern des TV Ottweiler zog entsprechend ein positives Fazit der Veranstaltung: „Das war mit Abstand der beste Stadtlauf“, sagt er und lieferte Gründe: „Es hat alles gepasst, das Wetter, die Beteiligung, die Organisation und nicht zuletzt die Stimmung bei den Zuschauern.“ Unter den Teilnehmern waren auch ganze Familien, wie die Carolis aus Ottweiler. Mutter Anja meint schmunzelnd auf die Frage, wie lange Tochter Hannah, acht Jahre alt, schon läuft: „Eigentlich schon seit der Schwangerschaft, sie musste ja immer mit, wenn ich zum Joggen ging.“


Im Hauptlauf über zehn Kilometer siegte bei den Herren Alexander Bock, LC Rehlingen, in 34:26 Minuten, Philippe Weingarth, LLG Wustweiler, wird Zweiter in 35:31 Minuten, Thorsten Jacob, LAZ Saar 05 Saarbrücken, läuft als Dritter in 35:45 Minuten ins Ziel. Bei den Damen siegte die Vorjahreszweite Claudia Seel, TV Kirkel, in 43:02 Minuten, Zweite wurde Tanja Hoos, LTF Marpingen, in 46:49 Minuten und Dritte Petra Ripplinger, Tritronic Team ST. Wendel, in 47:39 Minuten. Sieger Alexander Bock meinte nach dem Lauf: „Die Strecke ist durch das permanente Auf und Ab anstrengend zu laufen. Auch die warmen Temperaturen machten mir ein wenig zu schaffen. Zumal die Strecke nach meiner Messung 400 Meter länger ist als die angegebenen zehn Kilometer“. Prominenter Gast der Veranstaltung war die deutsche Spitzenathletin Luisa Grauvogel, die im ausrichtenden Verein groß geworden ist. Grauvogel startete bei den vergangenen Europameisterschaften in Berlin im Siebenkampf und lag in aussichtsreicher Position. Durch einen schweren Autounfall auf dem Weg ins Stadion musste sie den Wettkampf jedoch abbrechen. Auf die Frage nach ihrem gesundheitlichen Zustand konnte Grauvogel berichten: „Mir geht es gut. Lediglich die Narbe auf meiner Stirn weist noch auf den Unfall hin“.

Mit dem Bambini-Lauf wurden insgesamt acht verschiedene Rennen mit Distanzen von 1,5 Kilometer bei den Kindern bis zehn Kilometer bei der Erwachsenen gestartet. Am WZB-Schnupperlauf über 2,5 Kilometer beteiligen sich auch Läufer mit Behinderung vom Schwesternverband und dem Werkstattzentrum für Menschen mit Behinderung. Begleitet von Mitarbeitern der beiden Institutionen hatten die Sportler viel Freude am Lauf und erreichten fast komplett das Ziel.