Tannenwerfen in Ottweiler: Die Wurftechnik macht den Unterschied

Tannenwerfen in Ottweiler : Die Wurftechnik macht den Unterschied

Wieder gab es in Ottweiler eine nachweihnachtliche Freude. Beim Tannenbaum-Weitwurf ging es auf dem Schlossplatz lustig zu.

Das Weihnachtsfest ist durch, Silvester ist auch vorbei und die Sternsinger waren bereits zu Besuch. Zu dieser Zeit des Jahres rieseln in vielen Wohnzimmern leise die Nadeln: der Tannenbaum muss weg. So mancher wirft die leidige Tannenspitze auch kurzerhand zum Fenster raus, in Skandinavien „Knut“ genannt. Das lehrt zumindest die Werbung. In Ottweiler hingegen hat der Förderverein des Freibads seit einigen Jahren eine spaßigere Methode etabliert, um der Tanne Lebwohl zu sagen. Dort trafen sich zum nun schon sechsten Mal in Folge begeisterte Tannensportler zum Weihnachtsbaum-Weitwurf auf dem Schlossplatz.

Mit dem etwas anderen Sport-Event unterstützt der Förderverein auch in der kalten Jahreszeit das örtliche Freibad. „Uns ist es mit dem Tannenbaum-Weitwurf ein Anliegen, die Bevölkerung auch im Winter an das Freibad Ottweiler zu erinnern“, fasste Vereinsvorsitzende Petra Zimmer den Hintergrund der skurrilen Sportveranstaltung zusammen. Die hatte auch in diesem Jahr viele Fans der sperrigen Wurfgeräte auf den Schlossplatz getrieben. Von Anfang an gute Chancen rechnete sich Teilnehmerin Tosha Governali aus. Sie ist bereits seit dem ersten Jahr beim Tannenbaum-Weitwurf mit dabei – und stand bisher in jedem Jahr auf dem Treppchen. Das sollte auch in diesem Jahr der Fall sein. Den perfekten Geheimtipp hatte die Sportlerin aus Ottweiler dann aber doch nicht auf Lager: „Es kommt ganz auf den Baum an, finde ich. Bei manchen hilft es, eher so zu werfen wie beim Speerwurf, andere muss man eher stoßen“. Eine dritte Möglichkeit: die Hängematten-Technik. „Manche Bäume lassen sich gut mit zwei Händen schwingen, da kann man dann schon ein gutes Stück mehr an Weite rausholen“, so Governali.

Auch ganz neu Interessierte hatte der Weihnachtsbaum-Weitwurf nach Ottweiler gelockt: „Wir sind zum ersten Mal mit dabei. Gestern haben wir noch spontan im strömenden Regen trainiert“, erklärte Personal-Trainerin Laura Hautz aus Neuweiler. Die war als Teamchefin von fünf Mitgliedern nach Ottweiler gekommen, um zu sehen, wer den Baum am weitesten über den Schlossplatz werfen kann. „Es macht Spaß und ist ein bisschen verrückt, deshalb ist es genau unser Ding.“ Am Ende konnte sich bei den Männern Patrick Ames mit einer Wurfweite von 7,40 Metern durchsetzen. Bei den Frauen machte Tosha Governali mit 5,40 Metern das Rennen. In der Klasse der Kinder im Alter von 7 bis 9 warf Jordan Favia mit 3,40 Metern am weitesten. Die Preise werden den Siegern dann im Sommer besondere Freude bereiten: Saisonkarten fürs Freibad.