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Der Wunschzettel von Mamas und Papas

Der Wunschzettel von Mamas und Papas

Bianca Arend aus Stennweiler und Andreas Weber aus Eppelborn leiten jetzt den Kreiselternausschuss.

Sie wissen, warum sie es tun. Bianca Arend und Andreas Weber bilden den neuen Vorstand des Kreiselternausschusses (KEA) Landkreis Neunkirchen. Dieses Gremium besteht aus den Elternausschuss-Vorsitzenden der 56 Kindertageseinrichtungen im Kreis. "Uns Eltern geht es um die Öffnungszeiten der Kitas, um eine flexible Verteilung freier Plätze, um Überbrückung von Wartezeiten und auch um die Höhe der Beitragssätze", sagen Vorstandsvorsitzende Arend und Kollege Weber, die jetzt bei einem Pressetermin im Landratsamt Ottweiler vorgestellt wurden. Die Beiden schlagen zudem den Bogen zur "Vereinbarkeit von Beruf und Familie". Sie sei doch eng an die Betreuungsfrage gekoppelt.

Bianca Arend (33) - Ehefrau, dreifache Mutter, Bilanzbuchhalterin - kennt die Herausforderung, die Kinder betreut, auch gut betreut zu wissen. Wenn der Mann Wechselschicht arbeite und der eigene Arbeitgeber nicht richtig mitspielen wolle, werde Kinderbetreuung für die Familie schnell organisatorisch und finanziell zum Kraftakt. Arend vertritt die Mütter und Väter im Gemeindekindergarten Stennweiler, den ihre viereinhalbjährige Tochter besucht und den bald auch ihre 18 Monate alten Zwillingsjungs besuchen werden.

Weber (45) - Ehemann, Vater, Kfz-Mechaniker-Meister - vertritt die Interessen der Väter und Mütter in der Kindertagesstätte St. Josef Eppelborn. Dorthin geht seine fünfjährige Tochter. Weber nennt neben den inhaltlichen Zielen noch einen weiteren Grund fürs Engagement: "Die Ausschussarbeit liefert uns auch mehr Informationen. Wir können auch Einfluss nehmen, indem wir Themen anschneiden." Das gilt für Arend noch ein Stück weit mehr. Sie vertritt als KEA-Vorsitzende zusätzlich die Kitas im Landkreis auf Landesebene: "Das ist schon interessant, wenn du quasi als normale Mama mitbekommst, was da so läuft."

Etwa zehn Prozent der Kreis-Bevölkerung sind Menschenkinder unter zwölf Jahren, hat Landrat Sören Meng ausrechnen lassen. Und weist auf die Leistungen des Kreisjugendamtes als örtlicher Träger der Jugendhilfe hin, wenn es ums Personal in Betreuungseinrichtungen geht: Das Kreisjugendamt finanziert die Arbeit der Erzieherinnen für 757 Krippenplätze, 340 Hortplätze und 3352 Kindergartenplätze. Es trägt 36 Prozent der Personalkosten, was 2016 einer Summe von fast 10 700 000 Euro entspricht. Zudem würden der Krippenausbau und bauliche Verbesserungen der Kitas mit 20 bis 30 Prozent der Investitionskosten gefördert.

Der Landrat machte außerdem auf eine noch bis Ostern laufende Umfrage des Kreises aufmerksam: Wie zufrieden sind Eltern mit den Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen? Eine Elternbefragung zu diesem Thema hat sich auch der Kreiselternausschuss vorgenommen.