Der Bienenlehrpfad in Lautenbach wurde eröffnet

Bienelehrpfad : Großer Zulauf für ein kleines Tierchen

Zur Eröffnung des Bienenlehrpfads in Lautenbach war der Andrang groß – die Initiatoren haben noch viel vor.

Es war etwas frisch, aber es blieb trocken, als am Pfingstmontagmorgen der neue Bienen- und Naturlehrpfad in Lautenbach mit einem ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel offiziell eingeweiht wurde. Das Interesse der Bevölkerung war groß, so dass die Kirchenbänke auf der Wiese vor der katholischen Kirche gut besetzt waren. So gut, dass selbst die Liedblätter, die ausgelegt waren, nicht für alle Besucher reichten.

Jürgen Schneider, zusammen mit Ehefrau Susanne Initiator des Projektes, freute sich, dass seine Aktion auch von anderen unterstützt wurde. Imkerkollegen von ihm boten Produkte der Imkerei an, die Vereinigung der Jäger des Saarlandes informierte an ihrem Stand über heimische Waldtiere, Greenpeace nutzte die Auftaktveranstaltung, um auf die Arbeit zum Wohl der Natur hinzuweisen und der Lautenbacher Kindergarten sorgte mit unterschiedlichen Aktionen dafür, dass es den kleinen Besuchern nicht langweilig wurde. Die Kita-Mitarbeiterinnen hatten zudem einen kleinen Imbiss für die Besucher vorbereitet und man konnte an ihrem Stand auch Buttons mit dem Logo des Bienenlehrpfades anfertigen lassen.

Nach Meinung des Ottweiler Bürgermeisters Holger Schäfer ist der Bienen- und Naturlehrpfad „eine sehr interessante Sache, auch weil der Weg erst auf dem Gelände des Obst- und Gartenbauvereins Fürth endet und somit zwei Ortsteile miteinander verbindet“, meinte Schäfer. Der Rathauschef erinnerte auch an die ersten Gespräche und die Herausforderungen, die auf die Stadt warteten, „aber wir haben das Paket gemeinsam geschnürt“, stellte Schäfer zufrieden fest.

Die Kreatur Biene war der Anlass für den Gottesdienst an Pfingstmontag und deshalb gab es während der Messe auch ein paar Informationen zu dem so nützlichen Insekt. „Aber das macht nicht der Theologe, sondern der Experte“, gab Pfarrer Marcus Bremges Wort und Mikrofon weiter an Jürgen Schneider. Der brachte den Besuchern auf anschauliche und lockere Art den Sozialstaat Biene mit seinen Strukturen näher und leitete daraus auch eine Verantwortung für die Menschen ab. „Wenn Sie morgens beim Frühstück in Ihr Honigbrötchen beißen, würdigen Sie die Leistung der Bienen, die notwendig war, bis dieses Produkt zustande kam“, mahnte der Hobbyimker. Für Jürgen Schneider und seine Frau Susanne ist der Weg mit der Eröffnung des Bienenlehrpfades längst noch nicht zu Ende. „Es wird weitergehen“, versprach der Lautenbacher Bienen- und Naturliebhaber und er kündigte für die nächste Zeit nicht nur weitere Schautafeln am Weg an.

Susanne und Jürgen Schneider haben noch einige Ideen für ihren Lehrpfad. Dazu gehört unter anderem die Anschaffung einer so genannten Trachtwaage, die alle Daten über die Aktivitäten eines Bienenvolks auswerten und an ein Bienenzentrum in Mayen versenden kann, die Installation einer Webcam und irgendwann auch der Bau einer Schutzhütte am Lehrpfad.

Eine Biene sitzt auf einer Blüte eines Apfelbaums und sammelt Nektar. Und dann? Antworten gibt es auf dem Lehrpfad. Foto: dpa/Wolfgang Kumm

Nach dem Gottesdienst war zwar der feierliche Teil der Eröffnungsveranstaltung vorüber, aber längst nicht der informative. „Machen Sie sich schlau über die Bienen und die Natur“, animierte Jürgen Schneider die zahlreichen  Besucher, anschließend von den Informationsangeboten der Imker, Jäger und weiterer Experten rund um Flora und Fauna Gebrauch zu machen. Was dann auch geschah.

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