"Bussis statt Busse"

Ottweiler. Eine Nummer kleiner möchten es etliche Anwohner der Ottweiler Spitalstraße - bezogen auf den Öffentlichen Personennahverkehr, der die Straße passiert. "Bussis statt Busse" fordert Leserreporter Helmut Sick im Gespräch mit der SZ

Ottweiler. Eine Nummer kleiner möchten es etliche Anwohner der Ottweiler Spitalstraße - bezogen auf den Öffentlichen Personennahverkehr, der die Straße passiert. "Bussis statt Busse" fordert Leserreporter Helmut Sick im Gespräch mit der SZ. Denn die großen NVG-Busse seien in der fünf Meter breiten Straße problematisch, zumal nur noch drei Meter Fahrbahn blieben, wenn rechts und links Autos parken. Dazu kommt, dass die Busse der Linie 302, die über das Krankenhaus zum Tulpenweg oder Betzelhübel fährt, die Einbahnstraße in beiden Fahrtrichtungen befahren dürfen. Das führe zu riskanten Ausweichmanövern hat Sick festgestellt, insbesondere, wenn sich dann noch zwei Busse begegnen. Seiner Beobachtung nach gefährden mitunter die großen Spiegel der Personentransporter sogar Fußgänger. "Außerdem macht der ständige Busverkehr die Straße kaputt und löst Erschütterungen in den Häusern aus", so der Beschwerdeführer.Sicks Lösungsvorschlag: Angesichts der spärlichen Besetzung der passierenden Busse täten es kleinere Transporter auch. "Über 70 Prozent der Leute in der Spitalstraße wollen Bussis", ist sich Helmut Sick sicher. Eine Art Anwohner-Initiative habe sich schon vor einigen Jahren an Bürgermeister Hans-Heinrich Rödle gewandt - ohne durchschlagenden Erfolg. "Dabei will sich auch Rödle für weitere kleine Busse in Ottweiler einsetzen", führt Sick an.Das bestätigt auf SZ-Anfrage der Bürgermeister, der das Pilotprojekt Bussi in Ottweiler initiiert hat. Wichtig sei ihm allerdings, dass das Krankenhaus als zentraler Punkt an den Nahverkehr angebunden bleibe. Den Anwohnern der Spitalstraße seien Stadt und NVG bereits entgegengekommen, indem der Takt der Busse von halbstündlich auf stündlich halbiert worden sei.Letzteres führt auch Gerhard Schmidt, der Technische Leiter der NVG, ins Feld. Man habe dies durch eine alternative Streckenführung erreicht. Im Übrigen habe die Linie 302 ihren Ausgangspunkt in der Wellesweiler Hirschbergsiedlung und sei zumindest bis Wiebelskirchen meist gut besetzt, bevor sie "logischerweise nicht mehr brechend voll" in Ottweiler ankomme. "Ich kann nicht aufs Knöpfchen drücken, und dann schrumpft der Bus", verdeutlicht Schmidt, woran aus seiner Sicht der Einsatz von Bussis, die im innerstädtischen Verkehr Ottweilers durchaus erfolgreich sind, auf dieser Strecke scheitert.Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von Leser-Reporter Helmut Sick aus Ottweiler. Sie haben auch Spannendes zu erzählen und sogar Fotos gemacht? Dann schicken Sie uns alles als Leser-Reporter: an Tel. (06 81) 5 95 98 00, E-Mails an leser-reporter@sol.de.