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Ortsrat Steinbach
Beim Mähplan wird jetzt Rücksicht auf Insekten genommen

Steinbach. Steinbacher Ortsrat gibt außerdem einstimmig grünes Licht für Ottweilers Grundsatzbeschluss zum zentralen Grüngut-Sammelplatz. Von Heinz Bier

Der Ortsrat Steinbach hat am Dienstag seinen Teil zur Errichtung und zum Betrieb eines zentralen Grüngut-Sammelplatzes der Stadt Ottweiler auf einem städtischen Grundstück zwischen der L 288 und der B 420 am Ortsrand von Steinbach beigetragen. Eine entsprechende Grundsatzentscheidung hatte der Stadtrat schon im März gefasst. Um die planungsrechtlichen Grundlagen für die Anlage zu schaffen, muss zuvor jedoch der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan für den Bereich aufgestellt werden. Mit seinem einstimmigen Votum hat der Steinbacher Ortsrat dem Stadtrat Ottweiler empfohlen, hierfür den notwendigen Grundsatzbeschluss zu fassen.


Sowohl Ortsvorsteher Frank Heckmann von der Wählerinitiative unabhängiger Steinbacher Bürger (WuSB) wie auch sein Stellvertreter Jörg Herrmann von der CDU und SPD-Sprecherin Astrid Scheidhauer hätten gerne detaillierte Informationen zu der künftigen Anlage und zur Verkehrsführung gehabt. Christoph Hassel vom Amt für Stadtentwicklung und Umwelt bat jedoch um etwas Geduld, „denn es geht zunächst ja nur um einen Grundsatzbeschluss“. Er sicherte aber spätere Informationen für den Ortsrat und die Bevölkerung zu.

Um Grünschnitt, aber auch um die Artenvielfalt ging es auch in einem anderen Tagesordnungspunkt. Um die Biodiversität zu fördern – gemeint ist die Vielfalt des Lebens – hat die Stadt Ottweiler ihren Mähplan für die städtischen Grünflächen überarbeitet. Hassel informierte den Ortsrat, dass für die verschiedenen Flächen unterschiedliche Mähintervalle festgelegt wurden, um damit zugleich das Nahrungsangebot insbesondere für bestäubende Insekten zu verbessern. Unverändert bleibt der Rhythmus auf stark frequentierten Flächen wie Spielplätzen, Friedhöfen oder an Park- beziehungsweise Verkehrsflächen. Dort wird weiterhin alle drei bis vier Wochen gemäht. Andere Flächen, die weniger genutzt werden, werden nur noch ein oder zweimal jährlich gemäht.



Außerdem kündigte der städtische Umweltbeauftragte an, dass bei entsprechender Flächeneignung die Artenvielfalt durch Einbringen von regionalem Saatgut erhöht werden soll. Darüber hinaus wird die Stadt auf Initiative des Imkerverbandes auf bestimmten städtischen Grünflächen das Aufstellen von Bienenvölkern erlauben. Hierfür kommen beispielsweise die Rathauswiese oder der Rosengarten in Betracht. „Wir haben vor, die Biodiversität etwas zu vergrößern“, begründete Hassel die vorgesehenen Maßnahmen.