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Bei Gefäßproblemen nicht gleich in den OP

Bei Gefäßproblemen nicht gleich in den OP

Ottweiler. Dr. Thomas Frenzel, leitender Arzt der Abteilung interventionelle Radiologie (ist der so genannte therapeutische Arm des Faches diagnostische Radiologie, unter Bildsteuerung werden therapeutische Eingriffe vorgenommen, Anm. d. Red.), ergänzt seit Anfang Juni den Gefäßschwerpunkt der Marienhausklinik Ottweiler. Dies teilte die Klinik jetzt mit

Ottweiler. Dr. Thomas Frenzel, leitender Arzt der Abteilung interventionelle Radiologie (ist der so genannte therapeutische Arm des Faches diagnostische Radiologie, unter Bildsteuerung werden therapeutische Eingriffe vorgenommen, Anm. d. Red.), ergänzt seit Anfang Juni den Gefäßschwerpunkt der Marienhausklinik Ottweiler. Dies teilte die Klinik jetzt mit. Wer als Patient mit einer Gefäßerkrankung in die Marienhausklinik Ottweiler eingeliefert wird, landet nicht automatisch auf dem OP-Tisch, heißt es in der Pressemitteilung. Welche Therapie angebracht ist, wird von einem interdisziplinär arbeitenden Team von Gefäßspezialisten entschieden, dem neben Internisten und Gefäßchirurgen seit Anfang Juni Dr. Thomas Frenzel als leitender Arzt der so genannten interventionellen Radiologie angehört. Der Begriff umschreibt gängige und hochspezialisierte Röntgenuntersuchungen und Behandlungen der Blutgefäße. Ziel dieser medizinischen Arbeitsweise ist es, die durch Verkalkung (Arteriosklerose) verengten oder gar verschlossenen Adern zu öffnen, die Durchblutung dauerhaft wieder herzustellen und somit die Versorgung der Organe und des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen zu sichern. "Da diese Behandlung schmerzfrei unter lokaler Betäubung ambulant durchgeführt werden kann, ist sie eine schonende Alternative zur herkömmlichen Gefäßoperation unter Vollnarkose", erklärt Dr. Frenzel. Ein weiterer Vorteil dieser Untersuchungs- und Behandlungsmethode liegt in der "Schlüsselloch-Operation": Durch Millimeter kleine Schnitte werden feine Sonden in die Blutgefäße eingebracht, um mit ihrer Hilfe Gefäßverengungen oder Gefäßverschlüsse zu erkennen, aufzubohren und zu weiten und sie anschließend - beispielsweise mit netzförmigen Röhrchen (Stents) - zu stabilisieren und offen zu halten. Auch frische Gerinnsel lassen sich auflösen. Dass die Gefäßmedizin eine immer größere Rolle spielt, resultiert aus der Tatsache, dass immer mehr Menschen an einer arteriellen Gefäßerkrankung leiden. Mit dem 54-jährigen Dr. Thomas Frenzel, der in Ottweiler beheimatet ist, hat die Marienhausklinik einen Spezialisten gewonnen, der als Chefarzt des Instituts für Radiodiagnostik und interventionelle Radiologie am Gefäßzentrum des Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Saarlouis seine Erfahrung einbringen wird, so heißt es abschließend in der Pressemitteilung. red