Barockführung durch Ottweiler findet reges Interesse

Barockführung durch Ottweiler findet reges Interesse

Friedrich Joachim Stengel hat in der Barockzeit in Ottweiler zahlreiche Bauwerke geschaffen. So zählten das Witwenpalais und der Stengelpavillon zu den historischen Stätten, die die Teilnehmer einer Führung entdecken konnten.

. Der Ottweiler Hofprediger Hartmut Thömmes bot zum Auftakt einer Veranstaltungsreihe, die der Barockzeit gewidmet ist, einen Rundgang durch Ottweiler an. Dieses Angebot fand reges Interesse, wie es in der Pressemitteilung aus dem Ottweiler Rathaus heißt.

Anlässlich der Ausstellung "Barock - Nur schöner Schein?" bis zum 19. Februar haben die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim das kulturtouristische Netzwerk "Barockregion" ins Leben gerufen und auch Ottweiler neben Städten wie Zweibrücken, Trier, Speyer und Mainz darin aufgenommen. Das Ottweiler Stadtmarketing plante dazu eine Vortragsreihe mit dem Verein für das Stadtgeschichtliche Museum Ottweiler e. V. und den Reiss-Engelhorn-Museen.

Los ging es in Ottweiler mit einer kleinen Führung zu den Stationen des Barock. Der gemeinsame Treffpunkt war zunächst der Quakbrunnen. Von dort führte der Weg vor und auch in das Landratsamt, Witwenpalais genannt, dessen Mittelteil ein Erbe dieser Epoche ist. Das Bauwerk plante und baute Friedrich Joachim Stengel in den Jahren 1756 bis 1760. Thömmes vermittelte im Witwenpalais einen vertieften Einblick, ging auf die Fürstenzeit ein und ließ die Ottweiler Porzellanmanufaktur nicht unerwähnt.

Ein Besuch im Porzellanzimmer schloss sich an. Bekanntlich zählt das Ottweiler Porzellan zu den Preziosen auf den Sammlermärkten dieser Welt. Als historischer Exkurs gehörte die Besichtigung der Museumsapotheke zum Programm.

Die Einrichtung ist aus der Jugendstilzeit erhalten. Durch den Barockrosengarten gelangte die Gruppe zum Stengelpavillon, an der B 41 gelegen. Der Pavillon weist in der Bauweise eindeutig auf die Barockzeit hin. Im Inneren sind ein Marmorkamin und das Treppenhaus mit dem Geländer vom barocken Stil geprägt. Im Anschluss ergab sich dann auf Einladung von Hartmut Thömmes noch ein geselliges Beisammensein.