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Ballonstechen und eine Tarantella in pink

Ballonstechen und eine Tarantella in pink

Die Ottweiler Kirmes ist auch in diesem Jahr wieder ein großer Erfolg. Neben altbekannten Fahrgeschäften gibt es auch neue Attraktionen; außerdem großzügige Schausteller und Gewerbetreibende.

. Papa Schlumpf schwebte als Luftballon gemütlich über der Ottweiler Altstadt, als dort am Freitagabend der Startschuss für die alljährliche Kirmes fiel. Anderen Ballons ging es währenddessen an den Kragen: Es regnete Gutscheine der Schausteller und vieler Ottweiler Geschäfte, als der Nachtwächter drei gefüllte Ballons über den Köpfen der Besucher platzen ließ. Dabei prasselte ein Gesamtwert von 2300 Euro auf das Kopfsteinpflaster nieder, wie der neue Ortsvorsteher Michael Schmidt freudig verkündete. Er bedankte sich für die Großzügigkeit der Schausteller und Gewerbetreibenden. "Eine Kirmes, die fünf Tage lang dauert, ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich", so Schmidt.

Es sei der Stadt Ottweiler immer wieder gelungen, die Schausteller in die alte Residenzstadt zu locken und auch in Zukunft wolle Ortsvorsteher Schmidt alles geben, die Kirmes - eine Herzensangelegenheit seines Vorgängers Frank Pampa - noch attraktiver zu gestalten. Realisierbare neue Ideen seien jederzeit willkommen. Dass die Schausteller gerne in Ottweiler gastieren, bestätigte Thomas Sonnier, Vorsitzender des Saarverbandes der Schausteller. Deswegen spendeten die Schausteller auch wieder bereitwillig für den beliebten Seniorennachmittag am Kirmessamstag. Sonnier ließ es sich nicht nehmen, Frank Pampa noch einmal ausdrücklich für die langjährige Unterstützung zu danken.

Es sei sehr wichtig dass der Ortsvorsteher den Schaustellern den Rücken stärke. "Der neue Ortsvorsteher legt sich für die Kirmes aber auch mächtig ins Zeug", fasste Sonnier seinen bisherigen Eindruck zusammen. Emsig habe Michael Schmidt Gutscheine für das Ballonstechen seiner ersten Kirmes als Ortsvorsteher gesammelt. Mit dieser Premiere ging auch sein allererster Fass- anstich im neuen Amt einher, den er bravourös meisterte.

Der neue Ortsvorsteher stieß mit seinem Vorgänger Frank Pampa sowie Schausteller Thomas Sonnier auf eine schöne, ruhige Kirmes an - und das Wetter spielte bisher mit. Geradezu untypisch für die Ottweiler Kirmes regnete es nicht; stattdessen schien bisher passend zum cremigen Kirmeseis die Sonne. Neben altbekannten Fahrgeschäften gibt es auch neue Attraktionen: Die pinkfarbene Tarantella, eine Berg- und Talbahn, dreht erstmals ihre Runden, und auch eine kleine Schiffsschaukel ist vorhanden.

Dass die Ottweiler Kirmes beim gemütlichen Schlendern wie immer aussieht, ist den beiden Organisatoren Gerrit Oestrich und Annabelle Sticher von der Tourist-Info zu verdanken. Die beiden übernahmen die Kirmes-Planung, aber aufgrund unglücklicher Umstände gingen alle gesammelten Infos über bisherige Stellplätze und Anschlüsse verloren. Hierbei zeigte sich laut Oestrich die gute und enge Zusammenarbeit mit den Schaustellern: "Gemeinsam haben wir die Pläne rekonstruiert." Die Kirmes läuft noch bis morgen Abend. Morgen laden die Schausteller zum Familiennachmittag mit ermäßigten Preisen ein und auf dem Schulhof der Grundschule Neumünster steigt die traditionelle Hammelskerb.