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Sogar Viertausender erklommen
Australien oder Zillertal: kein Berg zu hoch, keine Tour zu weit

Seit 30 Jahren sind die Berg- und Wanderfreunde Fürth in der Natur unterwegs.
Seit 30 Jahren sind die Berg- und Wanderfreunde Fürth in der Natur unterwegs. FOTO: Ruffing
Fürth. Vor 30 Jahren taten sich die Berg- und Wanderfreunde Fürth zusammen. Inzwischen erwandern sie die Ziele in der näheren Umgebung.

Bereits seit über 30 Jahren treffen sich die Berg- und Wanderfreunde Fürth regelmäßig jeden Mittwoch, um eine Wanderung in der näheren Umgebung, im benachbarten Pfälzer Bergland oder im Hunsrück zu unternehmen. Dabei fing alles ganz anders an: 987 beschlossen die drei Wanderfreunde Oswald Morgenstern, Manfred Ruffing und Hans Schneider, gemeinsam große Bergtouren zu planen und durchzuführen. Beschränkten sich die Touren in den ersten Jahren noch auf die höchsten Berge und schwierigsten Klettersteige in den Alpen und dem übrigen europäischen Raum, so kamen Mitte der 90er Jahre extremere Ziele hinzu.


An der ersten Wanderung im Jahre 1987 ins Zillertal war auch Günter Diemann beteiligt. Im Jahre 1994 bestiegen Jörg Kerling, Manfred Ruffing, Oswald Morgenstern und Dr. Schröder den 5680 Meter hohen Kilimanjaro in Tansania, ein Jahr später standen Jörg Kerling und Manfred Ruffing auf dem 5628 Meter hohen Damavand im Iran. Viele interessante Begehungen fielen in diese Zeit, so auch zwei große Touren nach Australien und ins Schweizer Wallis mit der Besteigung von fünf 4000er-Gipfeln.

Ab dem Jahre 1995 kam man zu dem Schluss, neben der ein oder anderen größeren Wanderung, sich nun wöchentlich zu treffen, um die nähere Umgebung, aber auch etwas entferntere Ziele zu erwandern. Es gibt keinen Jahresplan, sondern die Ziele werden von Woche zu Woche festgelegt, die Koordination übernimmt Manfred Ruffing. Etwa zehn Personen, mal mehr, mal weniger, kommen so auf eine Gesamtstrecke von etwa 500 bis 600 Kilometern im Jahr. Ob M 60, M 70 oder Ü 80, jeder Einzelne findet sich mittwochs pünktlich am Treffpunkt vor der Schulturnhalle ein. Die Gruppe besteht zur Zeit aus folgenden aktiven Wanderern: Holger Distler, Gilbert Koch, Dittmar Artur, Manfred Ruffing, Alfons Mai, Udo Tröß, Erhard Bleymehl, Claus Haupenthal, Gisbert Guth (inaktiv: Oswald Morgenstern und Horst Thelen).

Besonders erwähnt sei die Tatsache, dass sich die Wandergruppe für die Ausweisung und Unterhaltung der sechs Wanderrouten rund um Fürth engagiert hat, auch zahlreiche Informationstafeln wurden von den Mitgliedern entworfen, gefertigt und aufgestellt. Vor allem Manfred Ruffing, kompetenter und engagierter Hobbyhistoriker, hat viel Zeit in die Erstellung von Wanderkarten und Informationsschriften zur Geschichte von Fürth und der näheren Umgebung investiert. Besonders lesenswert seine Abhandlung über „Tilemann Stella, der Neunkirchen und das Ostertal bereits 1564 auf die Landkarte brachte“. Dass an der historischen Brücke die im Krieg zerstörte Figur des Nepomuk wieder aufgestellt werden konnte, daran hat die Wandergruppe ebenfalls entscheidenden Anteil.

Neben den wöchentlichen Touren  zum Schaumberg, Potzberg und Weißelberg steht als Höhepunkt die Jahreshauptwanderung vom 22. bis  27. Mai zum Donnersberg an.