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Reisen bildet
Auf Stippvisite bei wahren Freunden 

In St. Rémy stand zu Beginn des Treffens auch ein Fototermin auf dem Programm.
In St. Rémy stand zu Beginn des Treffens auch ein Fototermin auf dem Programm. FOTO: Ralf Hoffmann
Ottweiler/St. Remy. Bürger aus Ottweiler nutzten den Start in den Mai zu einem Ausflug in die französische Partnerstadt St. Rémy.

(red) Sonnige Stunden haben etwa 50 Ottweiler Bürger in der französischen Partnergemeinde St. Rémy (Burgund) erlebt. Denn alljährlich kommt es Anfang Mai wechselweise zu diesen bewährten Begegnungen im Zeichen der deutsch-französischen Verständigung, wie die Stadt Ottweiler mitteilte.


Die Hin- und Rückfahrt erfolgte mehrheitlich im Bus, vereinzelt im Pkw. Ein sportliches Abenteuer besonderer Art gingen hingegen wieder Berni Kreutz und Gerhard Haupert-Laub an. Sie traten auf die Dauer von drei Tagen mächtig in die Pedale. Sie absolvierten die Distanz von 450 Kilometern auf ihren Rennrädern, dies übrigens zum zehnten Mal während der zurückliegenden Jahre. Den beiden Ottweiler Radsportlern kamen auf halber Strecke ihre entsprechenden französischen Freunde entgegen, so dass man gemeinsam weiter Fahrt aufnahm. Berni Kreutz freute sich: „Wir hatten Rückenwind. Das spielt eine große Rolle, so kamen wir gut voran. Alles lief rund. Die Kameradschaft unter uns Sportlern wurde herzlich gepflegt.“

Das offizielle Programm in St. Rémy war vielseitig gestaltet und gut organisiert. Es umfasste eine Stadtbesichtigung in Chalon-sur-Saône, einen bunten Abend der Partnerschaftsvereine im Salle Georges Brassens und einen Empfang der Gemeinde am darauffolgenden Morgen an gleicher Stelle.



Für eine ausgesuchte kulturelle Unterhaltung war gesorgt, dies nicht zuletzt dank verschiedener Einlagen der Tanzschule Denne. Die junge Gruppe begeisterte mit ihren Darbietungen. Die Unterbringung der Ottweiler Besucher erfolgte vorwiegend in französischen Gastfamilien, so dass vorhandene Kontakte vertieft und neue gefunden werden konnten. Der Umgang untereinander war entspannt, wie zu sehen war. Selbstverständlich kamen die kulinarischen Genüsse auf Einladung der französischen Freunde nicht zu kurz, die sich als perfekte Gastgeber erwiesen.

Die Städtepartnerschaft wird seit 1982 gefeiert. Sie hat Bestand. Daran erinnerte der Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer, der dem Verein für die Förderung der Städtepartnerschaften, dem Comité in St. Rémy und seiner Bürgermeisterkollegin Florence Plissonnier für den gelungenen Aufenthalt dankte. Zum Kreis der Besucher gehören oft Vertreter verschiedener Vereine und Einrichtungen. Wieder mit dabei war eine Gruppe behinderter Bürger aus den Häusern im Eichenwäldchen, betreut von Melitta Daschner.

Doris Scherer, die Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaften, fasste ihre Eindrücke zusammen: „Die Stimmung war heiter, sogar das Wetter spielte mit. Wir sehen uns im nächsten Jahr in Ottweiler.“

Was steht in Sachen Städtepartnerschaften auf der Agenda? Frank Pampa, der frühere Vorsitzende des Vereins für die Förderung der Städtepartnerschaften, erinnerte im Bus daran, dass für die Zeit vom 28. September bis zum 10. Oktober dieses Jahres eine Griechenlandreise ausgeschrieben ist. Sie soll auch dazu dienen, der seit 1998 gepflegten Städtepartnerschaft mit Vrilissia, dies ist eine Stadt bei Athen, neue Impulse zu geben. Möglicherweise kommt es zudem am 11. November dieses Jahres zu einem nochmaligen Besuch in St. Rémy. Dann jährt sich zum 80. Mal das Ende des Ersten Weltkrieges. Zur Teilnahme an einer Gedenkstunde in St. Rémy sind die Freunde aus Ottweiler vom Comité und von der französischen Bürgermeisterin eingeladen.