Ortsrat: Alu oder Holz, das bleibt die Frage

Ortsrat : Alu oder Holz, das bleibt die Frage

Ottweiler Ortsrats-Mitglieder diskutierten über eine Ersatzbrücke im Zentrum.

Eine Brücke bewegte die Gemüter bei der jüngsten Sitzung des Ortsrates Ottweiler Zentral. Doch zunächst wurde Gisela Lefèbvre-Schmitt als neues Mitglied in den SPD-Reihen begrüßt. Anschließend herrschte allgemeine Zustimmung bezüglich des Bebauungsplans „Tiefenbrunner Flur – Teilbereich Elchenbach“. Dieser schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen, damit die OBG-Gruppe ihr Verwaltungsgebäude Nord in der Illinger Straße um ein Geschoss aufstocken kann. Die CDU-Fraktion begrüßte dieses Ansinnen sogar ausdrücklich, bringt doch das Zusatzgeschoss einen gewissen Schallschutz-Zugewinn mit sich. Die Obergrenze für die Bebauung beträgt zwölf Meter. Damit, so Karl-Heinz Nätzer (CDU), bleibt den Bewohnern der Blumenstraße „der Einblick in das grüne Landschaftsbild“ erhalten.

„Allergrößten Respekt und Dank“ zollte Ortsvorsteher Michael Schmidt dem ortsansässigen Softwareunternehmen BW Media. Anlässlich des Firmenjubiläums hatte die Geschäftsführung ihre Gäste um Spenden für eine Baumpflanzaktion für den Klimaschutz gebeten. 1500 Euro kamen zusammen – laut Gerhard Schmidt, Leiter des Bauamtes, reicht das für 14 bis 15 Bäume. Wobei man Hitze- und Trockenheit tolerierende Arten bevorzuge Als Pflanzstandorte sind innerstädtische Grünflächen wie etwa der Parkplatz Schwimmbad, der Hang an der B 41 sowie Spielplätze angedacht. Die Stadt Ottweiler übernimmt das Setzten der Bäume und die Anwuchspflege. Hellhörig wurde André Lickes (SPD) beim Nennen des Schwimmbad-Parkplatzes: „Dort wollte die Stadt doch ohnehin nachpflanzen“, weshalb man darum bittet, bei dieser Aktion anderen Standorten den Vorzug zu geben.

Nicht mehr zu retten ist der vor zirka 20 Jahren durch die Tenschplatzinitiative gespendete Fußgängersteg über die Weth, den die Bürger damals sowohl in Eigenregie konstruiert als auch aufgebaut hatten. Allerdings, leider, aus Holz – das jetzt, so Gerhard Schmidt, „im Bereich der Tragkonstruktion von unten her weg fault“. Im Investitionsprogramm des diesjährigen Haushaltes sind bereits 30 000 Euro für einen Ersatzneubau vorgesehen. Im Vergleich verschiedener Konstruktionsalternativen wie Holz, Stahl, Beton oder Aluminium schneidet Alu am besten ab, informierte Schmidt. Für diesen Werkstoff sprechen die Leichtigkeit der Konstruktion, vor allem aber die Langlebigkeit und die geringe Unterhaltungslast, womit auf lange Sicht eine größtmögliche Wirtschaftlichkeit erreicht würde. Anders als die CDU kann sich die SPD nicht für die Aluminium-Optik im Altstadtbereich erwärmen. „Für uns ist das Aussehen relevanter als die Langlebigkeit“, betonte Lickes eingedenk der Nähe zur Stadtmauer und dem Blick auf den historischen Stadtkern. Auch die Argumentation des Amtsleiters, dass es sich ohnehin um ein „sehr technisches Bauwerk“ handele mit den großen Rohren und dem Stahlgitter und dass Aluminium patiniert, so dass es spätestens nach einem Jahr nicht mehr glänzt, verfing nicht. Jetzt soll die Verwaltung Alternativen prüfen.

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