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Druckfrisch: Als hier die Landwirtschaft dominierte

Druckfrisch : Als hier die Landwirtschaft dominierte

Der Heimat- und Kulturverein fürth hat einen neuen Kalender vorgestellt. Über 50 Fotos sind in den Kalender eingegangen.

Wenn der Heimat- und Kulturverein Fürth zur Vorstellung eines Druckerzeugnisses einlädt, muss es nicht immer eine Ortschronik mit mehreren 100 Seiten sein, wie das kürzlich bei der Präsentation des Fürther Familienbuches der Fall war. Einmal im Jahr tut es auch ein Nachschlagewerk mit lediglich zwölf Seiten, das der HuK für die Bevölkerung herausgibt. Am Montag haben die Verantwortlichen des Vereins in der Sparkassengeschäftsstelle den Fürther Kalender für 2020 vorgestellt, mit dem der Verein aber ebenfalls in die Vergangenheit des Ortes eintaucht. Der bunt bebilderte Wandkalender widmet sich der „Landwirtschaft in der guten alten Zeit“ und hierzu haben die Vorstandsmitglieder Gundi Sorg, Herbert Kremp und Bernd Jochum recherchiert, Familien besucht und viele Fotos zusammengetragen, um den Kalender zu gestalten. Dabei war es „nicht immer einfach, an Bilder heranzukommen“, erzählt Kremp, „weil Fotoapparate vor 50 oder 60 Jahren nicht selbstverständlich waren“. Dabei gab es in Fürth vor Jahrzehnten „so viel Landwirtschaftsbetriebe, dass wir zwei Kalender hätten erstellen können“, ergänzt der HuK-Mitarbeiter.

Über 50 Fotos sind in den Kalender eingearbeitet worden und die liefern einen Querschnitt des bäuerlichen Lebens im Ostertalort. Anhand alter Fotos und aktuellen Aufnahmen werden auch die Bauernhäuser von einst mit ihrem heutigen Erscheinungsbild verglichen. Noch vor dem ersten Kalenderblatt für den Januar informiert ein Auszug aus der Fürther Schulchronik mit statistischen Angaben über die Entwicklung der Landwirtschaft in Fürth bis heute. Da gibt es Angaben über die Pferdezucht und den Rinderbestand im Ort, die Anzahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft und über den allmählichen Rückgang der landwirtschaftlichen Nebenbetriebe.

Nach Ansicht des HuK-Vorsitzenden ist der Fürther Kalender 2020 auch „interessant für die jüngere Generation, denn die können anhand der Fotos sehen, wie im vergangenen Jahrhundert in der Landwirtschaft gearbeitet wurde“. Das sei umso wichtiger, meint Willi Wern, weil es im Ort schon lange keinen Landwirtschaftsbetrieb mehr gibt. Der Kalender des HuK Fürth ist ab sofort für fünf Euro in der Geschäftsstelle der Sparkasse Neunkirchen sowie bei den Vorstandsmitgliedern Willi Wern, Heinrich Schmidt und Horst Jacob erhältlich.