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Algerier erhängt sich wegen drohender Abschiebung in JVA Ottweiler

Kostenpflichtiger Inhalt: JVA Ottweiler : Einsatz für Rettungshubschrauber nach Suizidversuch im Gefängnis

Ein 26 Jahre alter Algerier erhängte sich am Zellengitter. Erfolgreiche Wiederbelebung durch Mitarbeiter der Haftanstalt.

Ein aus Algerien stammender Gefangener der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Ottweiler hat sich am Freitagnachmittag am Gitter seiner Haftzelle erhängt. Mitarbeiter des Gefängnisses fanden den leblosen Mann in seiner Einzelzelle und begannen sofort mit der Wiederbelebung des 26-Jährigen. Der per Rettungshubschrauber eingeflogene Notarzt veranlasste die Verlegung des Häftlings auf die Intensivstation des Saarbrücker Winterberg-Klinikums. Wie es heißt, soll der Algerier zwischenzeitlich außer Lebensgefahr sein. Justizstaatssekretär Roland Theis bestätigte entsprechende Informationen unserer Zeitung auf Anfrage.Theis dankte dem JVA-Personal für schnelles und konsequentes Handeln.

Der 26-Jährige musste im Ottweiler Gefängnis eine so genannte Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen, weil er angeblich eine Geldstrafe nicht zahlen konnte. Bei einer Vorführung beim Saarbrücker Amtsgericht war ihm am Freitag morgen verkündet worden, dass er nach Verbüßung der Strafe abgeschoben werden soll. Er sollte deshalb am Dienstag, 7. Januar, in die Abschiebehaftanstalt in Ingelheim überstellt werden.