Acht Stunden am Stück reizen und trumpfen

Acht Stunden am Stück reizen und trumpfen

Der Ottweiler Skat-Club Grand Hand richtete das Turnier in der Steinbacher Mehrzweckhalle aus. Dafür waren 41 Teams angereist, die betreut und bewirtet werden mussten. Auch die Spieler des gastgebenden Vereins schlugen sich ordentlich.

. An die 200 reizende Leute hatten sich am ersten Juli-Wochenende in der Mehrzweckhalle Steinbach eingefunden. Nicht etwa eine Misswahl war der Grund - vielmehr kämpften im Ottweiler Stadtteil 41 Skat-Teams aus der näheren und weiteren Umgebung um die südwestdeutsche Mannschaftsmeisterschaft im traditionellen deutschen Kartenspiel. Aus der Pfalz, Rheinhessen, der Region Trier-Mosel-Bitburg und dem Saarland reisten die Skat-Clubs in Vierer-Besetzung (plus Ersatzleuten) an.

Für den Ausrichter des Turniers, den Skatclub "Grand Hand Ottweiler", bedeutete dies einen hohen organisatorischen Aufwand. So besteht jede Mannschaft aus vier Spielern zuzüglich eines Ersatzspielers, die während des Turniers betreut und bewirtet werden müssen. Für die Spielleitung war Elmar Kolb zuständig. "Wir haben die Mannschaften in Gruppen eingeteilt und ordnen diese nach einer Runde neu zu." Dabei wird den Spielern einiges abverlangt. "Wir haben am ersten Tag acht Stunden am Stück gespielt und am zweiten kommen weitere vier Stunden hinzu. Man muss während der gesamten Zeit voll konzentriert sein und stets genau nachdenken. Skat ist zweifelsohne ein richtiger Sport", weiß Wolfgang Heinen, der mit dem SV Hillesheim in der Bundesliga antritt, zu berichten.

Glück ist auch dabei

Kaum weniger als 300 Skat-Runden hatten die Kartenfüchse von Samstagmorgen bis zum späten Sonntagnachmittag zu bewältigen - eine Frage von Kondition, Konzentration und natürlich auch des Kartenglücks.

Den Zuschlag für die Ausrichtung der überregionalen Karten-Konkurrenz hatte der Ottweiler Skat-Club Grand Hand erhalten. Die Stadt Ottweiler stellte die Steinbacher Mehrzweckhalle zur Verfügung, Bürgermeister Holger Schäfer übernahm auch die Schirmherrschaft. Sponsoren-Unterstützung kam von zwei Geldinstituten und einer Homburger Brauerei. An die 15 Helfer aus den Grand-Hand-Reihen sorgten für reibungslosen Ablauf und gastfreundliche Bewirtung.

Am Samstagabend wurde von den Kartenfreunden Steinbach und die Ottweiler Altstadt angesteuert - zumal der Fußball-EM-Krimi gegen Italien die Skat-Analysen vorübergehend ausstach.

Das heißeste Blatt spielte am Ende mit dem SV Hillesheim ein Team aus der Vulkaneifel, das die Meisterschaft vor Pik 7 Mainz errang. Mit dem SC Alt-Saarbrücken, Karo Bube Homburg und den Skatfreunden Saarbrücken landeten drei saarländische Mannschaften unter den ersten Sieben. Wichtig, weil die Mannschaften bis zu dieser Platzierung im Oktober zu den deutschen Meisterschaften nach Magdeburg reisen dürfen.

Dies trifft auch auf die Damenmannschaft des Saarländischen Skat-Sport-Verbandes zu, die als eines von zwei Spielerinnen-Teams am Start war. Bei den Damen konnte sich die VG 66 durchsetzen.

Respektabel schlugen sich auch die Lokalmatadoren. Das Team von Grand Hand Ottweiler mischte im vorderen Drittel mit, wobei Armin Löbel, Jürgen Rech, Uwe Reichert, Peter Schöndorf und Heinrich Zimmer für Ottweiler reizten, trumpften oder passten.

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