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Gelungener Auftakt
„Ach Jott, was sind die Männer dumm“

Mit „verbotenen Songs“ erntete Margret Gampper viele Lacher.
Mit „verbotenen Songs“ erntete Margret Gampper viele Lacher. FOTO: Andreas Detemple / Andreas Demple
Von Andreas Detemple. Mit ihrem neuen Programm „Rotes Licht und weiße Westen“ eröffnete die Schauspielerin Margret Gampper im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus den Mainzweiler Kultur-Frühling. Von Andreas Detemple


,,Nach dem tollen Erfolg unserer Reihe ,,Mainzweiler Kultur-Herbst“ hoffen wir natürlich, dass unsere Veranstaltungsreihe ,,Mainzweiler Kultur-Frühling“ ebenso erfolgreich wird“, so Günter Groß, Leiter der Volkshochschule Ottweiler (VHS) am Sonntagabend im Dorfgemeinschaftshaus Mainzweiler. Der Auftakt ist schon einmal rundum gelungen. Volles Haus beim Auftritt von Margret Gampper und ihrem Programm ,,Rotes Licht und weiße Weste“. Margret Gampper, Schauspielerin und Diseuse, interpretierte galant musikalisch am Klavier begleitet von Bernd Möhl, humorvoll und augenzwinkernd bekannte deutsche Chansons zum Thema Liebeslust und Liebesfrust. Seit über 20 Jahren gastieren die beiden Künstler gemeinsam. Gamppers Ehemann Udo erinnerte sich beim Gastspiel in Mainzweiler an die künstlerischen Anfänge. ,,Der erste Auftritt mit dem Genre Millieulieder und Gassenhauer hatte meine Frau gemeinsam mit Gerd Möhl vor über 20 Jahren im Café Kanne in Neunkirchen bei Gerd Erdmann. Das war so erfolgreich, dass bald schon größere Veranstaltungen folgten.“ Im Programm natürlich die berühmt berüchtigten Lieder von Friedrich Hollaender, Claire Waldoff, Hugo Wiener oder Walter Brandin. Die noch in den 60er Jahren verbotenen Songs verbreiten heute allgemeine Heiterkeit. So unterstrich Margret Gampper bei ihrem musikalischen Auftakt, dass Männer doch relativ einfach gestrickt sind. ,,Ach Jott, was sind die Männer dumm“, berlinerte die sympathische Künstlerin und versetzte die begeisterten Zuschauer in Hinterhofszene der zwanziger Jahre im alten Berlin. Dabei überzeugte Magret Gampper nicht nur gesanglich. Ihre geniale Mimik und Gestik unterstrich ihre fundierte Schauspielausbildung. Bei ihrer nostalgischen Musik-Reise in die 20er- und 30er-Jahre mit Kittelschürze, Welljeholz und Waschzuber überraschte Margret Gampper auch mit ihrem spritzigen und tiefsinnigen Dialog mit Bernd Möhl. Man spürte förmlich, dass hier zwei Künstler miteinander gastieren, die sich verstehen und blindlings harmonieren. Herrlich die Titel ,,Das Kuckucksnest“, ,,Die zersägte Dame“ oder auch ,,Ach Egon, Egon, Egon“. Die Besucher des Mainzweiler Kultur-Frühlings waren restlos begeistert, was ein langanhaltender Schlussapplaus unter Beweis stellte.

Im Rahmen des Mainzweiler Kultur-Frühlings präsentiert die VHS Ottweiler am 24. März um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Mainzweiler ,,Frühlingsgefühle“  Lieder und Texte über die Liebe, mit Nina Culmann (Sopran), Monika Fauß (Alt), Stefan Jenal (Piano) und Maria Landgraf (Rezitation). Am Sonntag, 22. April, heißt es dann um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Mainzweiler ,,Ich bleibe sauber“ mit dem St. Swingbert Trio (Ferdinand Quien, Herbert Klär, Bernd Möhl) und als Special Guest Irmtraud Lang (Gesang). Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet dann am Sonntag dem 6. Mai, 18 Uhr, das Frühlingskonzert mit ,,Concinamus“ in der evangelischen Kirche in Mainzweiler