Stadt Ottweiler informiert : Das war ein fröhliches Wiedersehen

40 Jahre deutsch-französische Freundschaft Ottweiler und St. Remy. Das wurde jetzt gefeiert.

Die Gründung der Städtepartnerschaft Ottweiler und St. Rémy, in der Nähe von Chalon-sur-Saône gelegen, stand im Blickpunkt. Denn vor 40 Jahren wurde diese offiziell besiegelt. Freundschaftliche Beziehungen gab es schon einige Zeit zuvor. Sie begannen am Ende der 70er-Jahre. Aus Anlass der Gründung sah und traf man sich auf Initiative der Partnerschaftsvereine am ersten Maiwochenende in St. Rémy. Das teilt die Stadtpressestelle mit.

Dort kam es zu einem fröhlichen Wiedersehen. Denn die Coronapandemie hatte die Begegnung und den Austausch im Gegensatz zu den Vorjahren erschwert. Die bewährte Pflege der Geselligkeit war nun wieder Bestandteil eines Besuchsprogramms, das eine gemeinsame Bootsfahrt auf der Saône vorsah. Zu einer Gruppenaufnahme kam man vor symbolträchtigen, sich verbindenden Ringen zusammen, die für die Freundschaft stehen. Überaus unterhaltsam ging es während des Abends der Städtepartnerschaftsvereine zu, wo Sébastien Martin, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins in St. Rémy, die 40 Gäste aus Ottweiler und die Gastfamilien willkommen hieß. Doris Scherer, die Vorsitzende des Vereins zur Förderung von Städtepartnerschaften der Stadt Ottweiler, dankte für die herzliche Aufnahme. Als Ausdruck der Verbundenheit hatten die Saarländer Präsente mitgebracht, so einen Korb mit saarländischen Spezialitäten und zwei Kisten mit saarländischem Bier. Sogar eine Jugendtanzgruppe der französischen Gastgeber war im Laufe des Abends zu erleben. Gut in Erinnerung wird auch der Empfang am darauffolgenden Morgen bleiben. Der Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer und seine Kollegin Florence Plissonnier blickten zurück, aber auch nach vorn. Beide sind zuversichtlich, dass die deutsch-französische Freundschaft eine Perspektive hat. Eine große Tortenkreation erinnerte an die Gründung. Auf ihr wurden zum Erstaunen aller sogar Kerzen gezündet.

Während des Wochenendes, zu dem wechselweise eingeladen wird, wurden immer wieder auch Geschenke getauscht, wie erwähnt. Geschenke aus Ottweiler, wie von Margit Bauer gestaltete Keramikkugeln kamen bei den Freunden an. Im Gegenzug nahm der Bürgermeister eine Flasche Burgunderwein mit Gravur in Empfang.

Wie fing alles an? Willi Bohrmann aus Ottweiler soll Ende der 70er während einer Hochzeit in Nancy Jean Yves Berder aus St. Rémy, damals  Beigeordneter der Gemeinde, kennen gelernt und ein Treffen in St. Rémy für den April 1979 vereinbart haben. Gemeinsam sollte eine Reise dorthin erfolgen. Hierzu wurde von Walter Raber, einem Ottweiler Bauunternehmer und Förderer der Vereine, ein VW-Bus bereitgestellt. So erlebte man erstmals zwei Tage in St. Rémy. Die Teilnehmer der ersten Begegnung von saarländischer Seite waren: Frank Pampa, Ernst Flaccus, Willi Bohrmann, Horst Philippi, Rudi Hock, Albert Beyer und Wilfried Hopf. Dr. Claude Souchon war zu dieser Zeit der Bürgermeister in St. Rémy. Seitdem ist viel passiert. Es kam zu einer Fülle an Begegnungen. Vereinsvertreter, Familien, Schülerinnen und Schüler können davon berichten.

Mit Blick auf Ottweiler dankte der Bürgermeister während einer offiziellen Rede der Vorsitzenden des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaften, Doris Scherer, für ihr Engagement sowie ihrem Vorgänger Frank Pampa, der vieles für diesen Verein erreichte und auch diesen immer noch aktiv unterstützt.

In den Dank schloss der Bürgermeister seine Kollegin, Florence Plissonnier, und ihre Vorgänger ein. Stets fand man in St. Rémy offene Ansprechpartner vor, beispielsweise auch an der Spitze des Vereins, vertreten durch Sébastien Martin, Laurent Jacquel, zuvor durch Evelyne Perraud, Christian Fichot und Jean Yves Berder.

Nicht unerwähnt ließ der aktuelle Ottweiler Bürgermeister die Verdienste seiner Vorgänger, der früheren Bürgermeister Hans-Heinrich Rödle und Heinz Burger.