Ortsrat Eppelborn beschließt Sanierungsarbeiten am Friedhof

Ortsrat Eppelborn beschließt Sanierungsarbeiten am Friedhof

Eppelborn. Eppelborns Ortsvorsteher Berthold Schmitt musste gleich zu Anfang der Ortsratssitzung sein Amt für einen Moment ruhen lassen und in sein anderes - das des ersten Beigeordneten der Gemeinde - schlüpfen

Eppelborn. Eppelborns Ortsvorsteher Berthold Schmitt musste gleich zu Anfang der Ortsratssitzung sein Amt für einen Moment ruhen lassen und in sein anderes - das des ersten Beigeordneten der Gemeinde - schlüpfen. Denn in Vertretung von Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz hatte Schmitt am Mittwochabend ein neues Ortsratsmitglied zu verpflichten: Karl-Heinz Schmidt von der SPD rückte für die zurückgetretene Ulrike Biehler-Jochum nach. Danach ging es gleich in vier Tagesordnungspunkten um den Friedhof. Zunächst stimmten die Ortsräte einstimmig Sanierungsarbeiten an der Friedhofshalle zu. Die Stützkonstruktion des Vordaches wurde bereits erneuert. Bei einer Überprüfung sei festgestellt worden, dass die Pfeiler in der Erde gefault waren, erläuterte der Ortsvorsteher. Um Gefahren zu vermeiden, wurden diese für 12000 Euro saniert. In einem weiteren Schritt will der Ortsrat im Vorbereich der Halle eine durchsichtige Wand einziehen lassen - zum Schutz der Trauergemeinde vor der Witterung. "Das ist ein vielfach von der Bevölkerung an den Ortsrat angetragener Wunsch, dem wir hiermit gerne entsprechen", meinte Schmitt. Außerdem kündigte der Ortsvorsteher an, dass Teile des Dachs der Friedhofshalle demnächst repariert werden. Durch die unvorhergesehenen Arbeiten und die damit verbundenen Kosten müssen allerdings andere Maßnahmen auf dem Friedhof zurückgestellt werden. So wird die Sanierung des Hauptweges jetzt noch ein Jahr warten müssen.In einem weiteren Punkt beschloss der Ortsrat wie die Grabmale auf bepflanzten Urnengrabfeldern künftig gestaltet werden sollen. Die dürfen eine Gesamtfläche von 0,6 Quadratmeter nicht überschreiten. In der Gestaltung sind die Angehörigen dagegen frei. Schmitt: "Wir wollen schließlich keine Einheitsgrabsteine oder -kreuze." Außerdem bat der Ortsrat die Verwaltung zu prüfen, ob und wie auf dem Friedhof eine Grabstätte angelegt werden kann, wo tot geborene Kinder (unter 500 Gramm) anonym bestattet werden können.Ebenso einstimmig befürworteten die beiden Ortsrats-Fraktionen schließlich noch einen Antrag des "Lokalen Bündnisses für Familien Eppelborn", der sich dafür aussprach, Familien mit Kleinkindern Parkplätze vorzuhalten, am Güterbahnhof und am Big Eppel. mgs