Organisationsausschuss Ottweiler Altstadtfest findet keinen Vorstand

Ottweiler. Eine gute Dreiviertelstunde dauerte die Mitgliederversammlung im Organisationsausschuss Ottweiler Altstadtfest, ehe Versammlungsleiter Horst Schmoll unverrichteter Dinge das Amt wieder an den Vorsitzenden Michael Budke zurückgeben musste. "Mir ist diese Situation durchaus nicht fremd

Ottweiler. Eine gute Dreiviertelstunde dauerte die Mitgliederversammlung im Organisationsausschuss Ottweiler Altstadtfest, ehe Versammlungsleiter Horst Schmoll unverrichteter Dinge das Amt wieder an den Vorsitzenden Michael Budke zurückgeben musste. "Mir ist diese Situation durchaus nicht fremd. Vor der letzten Wahlperiode hat es sieben Sitzungen gebraucht, bis wir endlich einen neuen Vorstand hatten", erinnerte sich Schmoll. Schon im Vorfeld hatten Budke sowie alle seine Vorstandskollegen angekündigt, nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Aus den Gründen machte Budke kein Geheimnis, er erklärte, warum er nach vier Jahren sein Amt nicht mehr ausüben möchte. "Seit Jahren hat man aus allen Richtungen versucht, Einfluss auf mich zu nehmen. Sicher gibt es unterschiedliche Meinungen, doch wir haben einen hervorragenden Vorstand, der sich seine einstimmigen Beschlüsse nicht leicht gemacht hat. Und diese galt es für mich, stets vor den Kritikern zu verteidigen", so Budke. Aber auch die arbeitsintensive Phase in den Wochen vor und nach dem Fest, in der er stets drei Wochen Urlaub genommen habe, sowie die vielen Sitzungen, die zur Planung des Festes über das ganze Jahr nötig seien, das alles sei sehr viel Arbeit. Nicht verschweigen wollte Budke auch den finanziellen Aspekt, der das Arbeiten so nervenaufreibend mache. "Man weiß eben nie, ob die Einnahmen die Ausgaben decken werden, ob man offenen Forderungen hinterherlaufen muss oder gestellte Forderungen begleichen kann", erzählte er. Viele Worte des Dankes hatte er für seine Vorstandskollegen mitgebracht, denn, das betonte er ausdrücklich, die Zusammenarbeit habe bestens funktioniert, und man sei längst auch privat eng befreundet. Für den nachfolgenden Vorstand ist durch Budke und seine Mitstreiter gut gesorgt. "Nach dem Fest ist immer vor dem Fest, und wir stecken schon lange intensiv in der Planung für das 34. Fest. Und wir werden auch weiterhin hinter dem neuen Vorstand stehen und ihn begleiten", so sein Versprechen. Das kam zwar bei den Vertretern der zwölf anwesenden Mitgliedsvereine an, doch zur Wahl stellen wollte sich niemand. "Laut Satzung muss daher der alte Vorstand noch ein Jahr im Amt bleiben", wusste Budke. "Doch dann ist wirklich Schluss. Wir werden dieses Fest noch abschließen und die wichtigsten Vereinsgeschäfte durchführen. Aber eine Planung für das 35. Fest wird es durch uns nicht mehr geben. Da muss sich vielleicht auch die Stadt überlegen, wie es mit dem beliebten Altstadtfest weitergehen soll", schloss er ab. cim

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