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Heimatmuseum Wiebelskirchen
Zwischen Honecker und dem Viergötterstein

 Wiebelkirchen Wibilohaus Heimatmuseum. Nr 01 Ölgemälde Anfgang letztes Jahrhundert im Hintergrund die Schornsteine des Neunkircher Eisenwerks. Nr 02 Primsches Wilhelm ein Wiebelskircher Original Nr 03,04, ältere Wiebelskircher Ortsansichten Nr.05 ältere Luftaufnahmen von WBK Nr 06 Museumsleiter Olaf Schuler im Raum für Wechselausstellungen Nr 07,08, Der berühmteste Sohn des Ortes Erich Honecker gezeichnet mit Kohle Nr 09,10 WBK Amtswappen im Kirchbergraum Nr 11 Mittelalterliche Funde vom Kirchberg Nr 12 Modell altes Rathaus Nr 13 Jupiter Statue Nr 14 Viergötterstein Nr 15 Funde aus der Römerzeit Nr 16 Ein Buddelschiff gefertigt von einem russischen Zweangsarbeiter Nr 17 Bestattung im Dachtraufenziegel Nr 18 Römische Urne um 250 n. Christi Nr 19 Mittelalter Steinsarg 15. Jahrhundert Jörg Jacobi
Wiebelkirchen Wibilohaus Heimatmuseum. Nr 01 Ölgemälde Anfgang letztes Jahrhundert im Hintergrund die Schornsteine des Neunkircher Eisenwerks. Nr 02 Primsches Wilhelm ein Wiebelskircher Original Nr 03,04, ältere Wiebelskircher Ortsansichten Nr.05 ältere Luftaufnahmen von WBK Nr 06 Museumsleiter Olaf Schuler im Raum für Wechselausstellungen Nr 07,08, Der berühmteste Sohn des Ortes Erich Honecker gezeichnet mit Kohle Nr 09,10 WBK Amtswappen im Kirchbergraum Nr 11 Mittelalterliche Funde vom Kirchberg Nr 12 Modell altes Rathaus Nr 13 Jupiter Statue Nr 14 Viergötterstein Nr 15 Funde aus der Römerzeit Nr 16 Ein Buddelschiff gefertigt von einem russischen Zweangsarbeiter Nr 17 Bestattung im Dachtraufenziegel Nr 18 Römische Urne um 250 n. Christi Nr 19 Mittelalter Steinsarg 15. Jahrhundert Jörg Jacobi FOTO: Jörg Jacobi
Wiebelskirchen. Die Gründung eines Museums in Wiebelskirchen verhinderte, dass Fundstücke nach Saarbrücken wanderten. Von Heinz Bier

Dass das historische Museum des Heimat- und Kulturvereins (HuK) Wiebelskirchen just in jenem Haus untergebracht ist, das nach dem Namensgeber des Ortes benannt ist, hat eine gewisse Aussagekraft. Auch wenn man es beim Vereinsnamen vermuten könnte, ist das HuK-Museum im Obergeschoss des Wibilohauses nicht das klassische Heimatmuseum, in dem etwa Gegenstände des täglichen Gebrauchs aus längst vergangenen Zeiten zu sehen sind. Es ist vielmehr ein historisches Museum mit dem Anspruch, die Ursprünge und die Frühgeschichte von Wiebelskirchen mittels wissenschaftlich belegter Grabungsfunde zu dokumentieren.


In erster Linie sind dies Exponate, die aus wissenschaftlichen Grabungen auf dem Wiebelskircher Kirchberg aus den Jahren 1978 bis 1983 stammen. Ausgehend von Sagen, die über diesen Teil des Ortes berichten, hatte der Verein es sich damals zur Aufgabe gemacht, dem Wahrheitsgehalt dieser Erzählungen buchstäblich auf den Grund zu gehen. Mit Erfolg, denn nach dem Fund eines Steinsarges wurden eine Reihe weiterer wichtiger Grabungsergebnisse zu Tage befördert, die allesamt im historischen Museum im Wibilohaus zu sehen sind. Dazu gehören auch die Fundobjekte von einer Eisenhütte, die es offenbar im Mittelalter in Wiebelskirchen gegeben hatte.

„Die zahlreichen Funde, die bei dieser Ausgrabung am Kirchberg in den 70er und 80er Jahren zu Tage gebracht wurden, zwangen den Verein, ein Museum zu schaffen“, erinnert der Museumsleiter an die Anfänge 1984. „Damit konnte verhindert werden“, sagt Olaf Schuler weiter, „dass die Fundstücke nach Saarbrücken gebracht und größtenteils im Keller des Konservatoramtes eingelagert wurden.“ Damit wären sie auch für die Öffentlichkeit natürlich nicht mehr zugänglich gewesen, begründet Schuler die Notwendigkeit und die Ambitionen des Vereins, ein Museum einzurichten. In den Anfangsjahren zunächst in einem Anwesen der evangelischen Kirchengemeinde in der Martin-Luther-Straße, ehe der Verein 2004 für sein Museum eine neue Bleibe im Wibilohaus fand, wo die Stadt Neunkirchen dem HuK geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.



Seither finden hier auch regelmäßige Ausstellungen und Vortragsveranstaltungen statt. Denn neben dem so genannten Kirchbergraum, in dem die Grabungsfunde aufbewahrt werden, bietet das Museum in einer Galerie Platz für eine Dauerausstellung mit Fotos und Gemälden zu Wiebelskirchen und es gibt Raum für ständige Wechselausstellungen zu ortsbezogenen Themen. „Seit 2004 haben wir schon mehr als 30 Ausstellungen zu verschiedenen Themen gezeigt“, rechnet der Museumsleiter vor und das immer wieder mit gutem Zuspruch.

Herzstücke des Museums sind aber die archäologischen Funde, die wichtige Aufschlüsse über den Ursprung des Ortes liefern. „Das Museum des HuK ist der einzige Ort, in dem diese Funde aufbewahrt werden“, stellt Olaf Schuler klar und allein deshalb sei das Museum nicht nur für den Heimat- und Kulturverein, sondern auch für Wiebelskirchen und seine Bevölkerung ganz wichtig, glaubt der Vorsitzende des HuK-Museumsausschusses. Neben dem bereits erwähnten mittelalterlichen Steinsarg deuten auch eine Sammlung mittelalterlicher Grabsteine und ein Kindersarg auf eine Begräbnisstätte am Kirchberg hin. Ein wichtiges Monument ist der so genannte „Viergötterstein“, ein römisches Heiligtum, der ebenfalls am Kirchberg gefunden wurde. Viele weitere wichtige Ausgrabungsfunde werden in den gläsernen Vitrinen im Kirchbergraum des Museums aufbewahrt und soweit möglich, sind die Exponate auch gekennzeichnet und beschrieben. Weitere Fundstücke aus einer jüngeren Ausgrabung im Juli 2015 befinden sich noch beim Landesdenkmalamt in Landsweiler-Reden.

Die Arbeit des HuK-Museumsausschusses beschränkt sich aber nicht auf die Betreuung des Museums. Der Ausschussvorsitzende verweist auch „auf viel aufwändige Arbeit im Hintergrund, die niemand sieht“ und damit meint Olaf Schuler in erster Linie Recherchen und Nachforschungen in diversen Archiven, die etwa zur Erstellung eines Sippenbuches erforderlich sind, „und auch das ist eine wichtige Aufgabe des Museumsausschusses“.

Das Museum des HuK hat keine Daueröffnungszeiten. Die Räumlichkeiten sind in der Regel bei Veranstaltungen wie dem Dorffest oder dem Weihnachtsmarkt zugänglich, wenn dann auch gleichzeitig Ausstellungen gezeigt werden. Der HuK-Vorsitzende möchte das Museum aber mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. „Das Museum muss auch den örtlichen Schulen nähergebracht werden“, fordert Rolf Altpeter und das könnte nach Meinung des Wiebelskircher Ortsvorstehers beispielsweise durch Ausstellungen oder Vortragsveranstaltungen gelingen, die das Interesse der Schüler wecken. Zurzeit laufen im HuK-Museum die Vorbereitungen für eine Ausstellung mit Luftaufnahmen des Ortes, die anlässlich des Wiebelskircher Dorffestes im Juli eröffnet wird.

www.huk-wiebelskirchen.de

Alle Serienteile, die bisher erschienen sind, finden sich im Internet.

www.saarbruecker-zeitung.de/

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 Ein Mittelalterlicher Steinsarg aus dem 15. Jahrhundert.
Ein Mittelalterlicher Steinsarg aus dem 15. Jahrhundert. FOTO: Jörg Jacobi
 Ganz schön alt: ein Römische Urne aus dem Jahre 250 nach Christi.
Ganz schön alt: ein Römische Urne aus dem Jahre 250 nach Christi. FOTO: Jörg Jacobi
 Wiebelkirchen Wibilohaus Heimatmuseum. Nr 01 Ölgemälde Anfgang letztes Jahrhundert im Hintergrund die Schornsteine des Neunkircher Eisenwerks. Nr 02 Primsches Wilhelm ein Wiebelskircher Original Nr 03,04, ältere Wiebelskircher Ortsansichten Nr.05 ältere Luftaufnahmen von WBK Nr 06 Museumsleiter Olaf Schuler im Raum für Wechselausstellungen Nr 07,08, Der berühmteste Sohn des Ortes Erich Honecker gezeichnet mit Kohle Nr 09,10 WBK Amtswappen im Kirchbergraum Nr 11 Mittelalterliche Funde vom Kirchberg Nr 12 Modell altes Rathaus Nr 13 Jupiter Statue Nr 14 Viergötterstein Nr 15 Funde aus der Römerzeit Nr 16 Ein Buddelschiff gefertigt von einem russischen Zweangsarbeiter Nr 17 Bestattung im Dachtraufenziegel Nr 18 Römische Urne um 250 n. Christi Nr 19 Mittelalter Steinsarg 15. Jahrhundert Jörg Jacobi
Wiebelkirchen Wibilohaus Heimatmuseum. Nr 01 Ölgemälde Anfgang letztes Jahrhundert im Hintergrund die Schornsteine des Neunkircher Eisenwerks. Nr 02 Primsches Wilhelm ein Wiebelskircher Original Nr 03,04, ältere Wiebelskircher Ortsansichten Nr.05 ältere Luftaufnahmen von WBK Nr 06 Museumsleiter Olaf Schuler im Raum für Wechselausstellungen Nr 07,08, Der berühmteste Sohn des Ortes Erich Honecker gezeichnet mit Kohle Nr 09,10 WBK Amtswappen im Kirchbergraum Nr 11 Mittelalterliche Funde vom Kirchberg Nr 12 Modell altes Rathaus Nr 13 Jupiter Statue Nr 14 Viergötterstein Nr 15 Funde aus der Römerzeit Nr 16 Ein Buddelschiff gefertigt von einem russischen Zweangsarbeiter Nr 17 Bestattung im Dachtraufenziegel Nr 18 Römische Urne um 250 n. Christi Nr 19 Mittelalter Steinsarg 15. Jahrhundert Jörg Jacobi FOTO: Jörg Jacobi
 Wichtiges Monument: Der Viergötterstein, ein römisches Heiligtum.
Wichtiges Monument: Der Viergötterstein, ein römisches Heiligtum. FOTO: Jörg Jacobi
 Wiebelkirchen Wibilohaus Heimatmuseum. Nr 01 Ölgemälde Anfgang letztes Jahrhundert im Hintergrund die Schornsteine des Neunkircher Eisenwerks. Nr 02 Primsches Wilhelm ein Wiebelskircher Original Nr 03,04, ältere Wiebelskircher Ortsansichten Nr.05 ältere Luftaufnahmen von WBK Nr 06 Museumsleiter Olaf Schuler im Raum für Wechselausstellungen Nr 07,08, Der berühmteste Sohn des Ortes Erich Honecker gezeichnet mit Kohle Nr 09,10 WBK Amtswappen im Kirchbergraum Nr 11 Mittelalterliche Funde vom Kirchberg Nr 12 Modell altes Rathaus Nr 13 Jupiter Statue Nr 14 Viergötterstein Nr 15 Funde aus der Römerzeit Nr 16 Ein Buddelschiff gefertigt von einem russischen Zweangsarbeiter Nr 17 Bestattung im Dachtraufenziegel Nr 18 Römische Urne um 250 n. Christi Nr 19 Mittelalter Steinsarg 15. Jahrhundert Jörg Jacobi
Wiebelkirchen Wibilohaus Heimatmuseum. Nr 01 Ölgemälde Anfgang letztes Jahrhundert im Hintergrund die Schornsteine des Neunkircher Eisenwerks. Nr 02 Primsches Wilhelm ein Wiebelskircher Original Nr 03,04, ältere Wiebelskircher Ortsansichten Nr.05 ältere Luftaufnahmen von WBK Nr 06 Museumsleiter Olaf Schuler im Raum für Wechselausstellungen Nr 07,08, Der berühmteste Sohn des Ortes Erich Honecker gezeichnet mit Kohle Nr 09,10 WBK Amtswappen im Kirchbergraum Nr 11 Mittelalterliche Funde vom Kirchberg Nr 12 Modell altes Rathaus Nr 13 Jupiter Statue Nr 14 Viergötterstein Nr 15 Funde aus der Römerzeit Nr 16 Ein Buddelschiff gefertigt von einem russischen Zweangsarbeiter Nr 17 Bestattung im Dachtraufenziegel Nr 18 Römische Urne um 250 n. Christi Nr 19 Mittelalter Steinsarg 15. Jahrhundert Jörg Jacobi FOTO: Jörg Jacobi
 Auch er hängt hier. Der vermutlich berühmteste Sohn des Ortes: Erich Honecker – gezeichnet mit Kohle.
Auch er hängt hier. Der vermutlich berühmteste Sohn des Ortes: Erich Honecker – gezeichnet mit Kohle. FOTO: Jörg Jacobi
 Wiebelkirchen Wibilohaus Heimatmuseum. Nr 01 Ölgemälde Anfgang letztes Jahrhundert im Hintergrund die Schornsteine des Neunkircher Eisenwerks. Nr 02 Primsches Wilhelm ein Wiebelskircher Original Nr 03,04, ältere Wiebelskircher Ortsansichten Nr.05 ältere Luftaufnahmen von WBK Nr 06 Museumsleiter Olaf Schuler im Raum für Wechselausstellungen Nr 07,08, Der berühmteste Sohn des Ortes Erich Honecker gezeichnet mit Kohle Nr 09,10 WBK Amtswappen im Kirchbergraum Nr 11 Mittelalterliche Funde vom Kirchberg Nr 12 Modell altes Rathaus Nr 13 Jupiter Statue Nr 14 Viergötterstein Nr 15 Funde aus der Römerzeit Nr 16 Ein Buddelschiff gefertigt von einem russischen Zweangsarbeiter Nr 17 Bestattung im Dachtraufenziegel Nr 18 Römische Urne um 250 n. Christi Nr 19 Mittelalter Steinsarg 15. Jahrhundert Jörg Jacobi
Wiebelkirchen Wibilohaus Heimatmuseum. Nr 01 Ölgemälde Anfgang letztes Jahrhundert im Hintergrund die Schornsteine des Neunkircher Eisenwerks. Nr 02 Primsches Wilhelm ein Wiebelskircher Original Nr 03,04, ältere Wiebelskircher Ortsansichten Nr.05 ältere Luftaufnahmen von WBK Nr 06 Museumsleiter Olaf Schuler im Raum für Wechselausstellungen Nr 07,08, Der berühmteste Sohn des Ortes Erich Honecker gezeichnet mit Kohle Nr 09,10 WBK Amtswappen im Kirchbergraum Nr 11 Mittelalterliche Funde vom Kirchberg Nr 12 Modell altes Rathaus Nr 13 Jupiter Statue Nr 14 Viergötterstein Nr 15 Funde aus der Römerzeit Nr 16 Ein Buddelschiff gefertigt von einem russischen Zweangsarbeiter Nr 17 Bestattung im Dachtraufenziegel Nr 18 Römische Urne um 250 n. Christi Nr 19 Mittelalter Steinsarg 15. Jahrhundert Jörg Jacobi FOTO: Jörg Jacobi