Zwei Tage voller Vespa-Charme

Elversberg. "Heute geht es ins Ostertal - falls wir überhaupt fahren können", sagte der Vorsitzende der Vespafreunde Elversberg, Manfred Köhl, am Sonntagmorgen beim Freundschaftstreffen des Vereins auf dem Alten Markt. Die gemeinsame Ausfahrt ist längst Tradition des zweitägigen Vespa-Festes, das bereits zum 18. Mal stattfand, und stellt für viele Stamm-Besucher den Höhepunkt dar

Elversberg. "Heute geht es ins Ostertal - falls wir überhaupt fahren können", sagte der Vorsitzende der Vespafreunde Elversberg, Manfred Köhl, am Sonntagmorgen beim Freundschaftstreffen des Vereins auf dem Alten Markt. Die gemeinsame Ausfahrt ist längst Tradition des zweitägigen Vespa-Festes, das bereits zum 18. Mal stattfand, und stellt für viele Stamm-Besucher den Höhepunkt dar. Dass in diesem Jahr bis kurz vor Start nicht klar war, ob der Ausflug stattfinden konnte, lag vor allem am Wetter.Regenschauer berieselten die frühen Besucher, Windböen schüttelten die Zelte auf dem Festplatz ordentlich durch und brachten sie teilweise zum Abheben. Außerdem fehlte es noch an Mitfahrern, und Köhl wusste auch, warum: "Wir haben gestern gut und lange gefeiert", grinste er. Doch langsam, aber sicher trudelten Roller-Freunde auf dem Festplatz ein, wenn auch teilweise noch etwas schwerfällig und mit "Koppweh wie Sau". In der Wetterlage schien schließlich die Sonne die Oberhand zu gewinnen, sodass ein rund fünfzehnköpfiger Vespa-Konvoi mit leichter Verspätung in Richtung Ostertal starten konnte.

Dass man am Samstagabend so lange gefeiert hatte, lag vor allem an der von den Roller-Freunden so geschätzten guten Gesellschaft. "Die Gemeinschaft ist das Schönste bei uns im Verein", meinte Marco Spaniol. Vom Schwiegervater mit der Vespa-Leidenschaft infiziert, ist er erst vor einigen Monaten zusammen mit seiner Frau beigetreten. Überhaupt kann sich der Verein über Nachwuchsmangel nicht beklagen. Man habe viel Jugend, und auch die Älteren seien sehr engagiert, berichtete Köhl. Etwa 70 Mitglieder hatten sich tatkräftig an der Organisation des Vespa-Festes und der Bewirtung der Gäste beteiligt. Natürlich durfte der traditionelle "Kolbenfresser", eine Wurstbrätspezialität, nicht fehlen. Für musikalische Unterhaltung sorgte DJ Tom. Bei einer kleinen Vespa-Ausstellung ließ es sich darüber hinaus besonders gut über Formen und Farben und Motorenleistung fachsimpeln. Gezeigt wurden verschiedene Modelle vom Oldtimer mit dem klassischen Vespa-Charme bis zum modernen Großroller.

Besucher aus der Bevölkerung vor Ort und vor allem zahlreiche Roller-Freunde aus dem gesamten Saarland waren zu dem Fest erschienen, so auch Klaus Düpre aus Nonnweiler: "Das Vespa-Fahren ist bei mir schon immer so eine Leidenschaft gewesen. Es ist eine gemütliche Sache, die Kameradschaft ist gut und die Ausfahrten sind sehr angenehm."