Zum ersten Mal „Land unter“

Die Regenfälle der vergangenen Tage haben den Pegel der Blies im Innenstadtbereich ansteigen lassen. Gestern hat das Wasser zum ersten Mal den bereits fertigen Teil des Fußweges überschwemmt.

Beim Bliesumbau läuft alles nach Plan - so lautete im Dezember der Tenor bei der Stadtpressekonferenz. Die Verwaltung um Oberbürgermeister Jürgen Fried zeigte sich sehr zufrieden mit dem, was im ersten Teil des ersten Bauabschnitts fristgerecht geschafft worden war. Ein Teil des Fußweges, der zum Flanieren entlang des Flussufers einladen soll, ist bereits fertiggestellt.

Wer sich aktuell allerdings ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten machen will, sieht vor allem eines: Wasser . Der neue Fußweg liegt genauso unterhalb des derzeitigen Bliespegels wie ein Teil der Rampe. Dem Weg dürfte die Überspülung dabei wenig ausmachen, wurden die beiden Uferlinien im ersten Bauabschnitt doch neu gefasst und auch befestigt. Der Weg ist flussseitig mit einer massiven Betonkappe gesichert. Schon bei Vorstellung der Planungen für das "wichtigste städtebauliche Projekt der Stadt seit längerer Zeit und für die kommenden Jahre" (Oberbürgermeister Fried) war klar, dass der Weg bei Hochwasser überspült werden kann. Entsprechend war die Planung auch ausgelegt worden.

In der Stadtpressekonferenz war auch Thema, wie es in Sachen Bliesumbau weitergehen soll. Der nördliche Uferbereich im Abschnitt zwischen Brückenstraße und Kurt-Schumacher-Brücke wird im zweiten Teil des ersten Bauabschnitts weitgehend fertiggestellt werden. Größtes Teilprojekt wird hier die Errichtung der geplanten Sitzstufenanlagen, die den Fluss mit der Bliespromenade verbinden und zum Verweilen einladen sollen. Außerdem wird eine kleine Wiese angelegt.

Das Projekt ist Teil des Gesamtkonzeptes City Nord und soll - so betont es OB Fried immer wieder - die Blies im Stadtzentrum erlebbar machen. Der erste Bauabschnitt kostet rund 2,2 Millionen Euro. 66 Prozent dieser Summe stammen aus dem Innenministerium, Förderprogramm "Stadtumbau West".