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Zünsler
Zünsler-Akrobatik ist toller Blickfang

Der Falter wurde bei der Eiablage aufgescheucht.
Der Falter wurde bei der Eiablage aufgescheucht. FOTO: Franjo Schmitt
Neunkirchen. Nabu-Aktiver Franjo Schmitt machte spektakuläre Bilder von dem Schädling. red

Es war durchaus beeindruckend, wie sich eine Vielzahl von Raupen fast gleichzeitig aus einem Buchsbaum abgeseilt haben, so hat es Franjo Schmitt vom Nabu empfunden. Er hat den Zünsler in mehreren Fotos festgehalten. „Es war aber auch die Erkenntnis, dass der Buchbaumzünsler sein Unwesen trieb“, so schreibt er weiter. Es werde von weiter Verbreitung und massiven Schäden berichtet. Auch in der SZ sind bereits mehrere Artikel zum Thema erschienen.


Die Raupen fressen sich von innen nach außen durch, sodass man die Bescherung möglicherweise erst bemerkt, wenn es schon zu spät ist, weiß Schmitt. Bis zu vier Generationen des Schädlings sind in einem Sommer möglich. Um zu verhindern, dass sich diese invasive Art (aus Asien) weiter ausbreitet, sollten die Besitzer von Buchsbäumen Vorsorge treffen. Von chemischer Bekämpfung bis zum Einsatz von engmaschigen Netzen finden sich laut Schmitt viele Tipps im Internet.

Wenn der Buchsbaum nicht mehr zu retten ist und entsorgt werden soll, empfiehlt das Ordnungsamt, darauf weist Franjo Schmitt hin, entweder die Restmülltonne oder gegebenenfalls die Abgabe in verschlossenen Säcken direkt bei der Müllverbrennung. So kann sich die Raupe nicht weiter ausbreiten und wird gleich vernichtet.



Das Foto von den Raupen war insofern ein Glückstreffer, weil diese sich in wenigen Minuten wie auf Kommando zum Boden „abseilen“.
Das Foto von den Raupen war insofern ein Glückstreffer, weil diese sich in wenigen Minuten wie auf Kommando zum Boden „abseilen“. FOTO: Franjo Schmitt