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Zoo​ Neunkirchen: Demo gegen Fuchsgehege - 130 Tierschützer protestieren ( Fotos)

Mahnwache : Streit um Bau eines Fuchsgeheges: Rund 130 Tierschützer demonstrieren leise vor dem Neunkircher Zoo (mit Bildergalerie)

Das geplante Fuchsgehege am Neunkircher Zoo sorgt weiter für Streit – und am Sonntag auch für eine große Mahnwache mit rund 130 Teilnehmern. Die Tiere, die in dem Gehege untergebracht werden sollen, sollen für die Ausbildung von Jagdhunden zum Einsatz kommen. In diversen Reden übten die Tierschützer daran massive Kritik.

Weder war ein Megafon im Einsatz, noch hatte einer der Demonstranten eine Trillerpfeife umhängen. Im Gegenteil: Die Mahnwache, bei der am Sonntagmorgen rund 130 Personen ihren Protest gegen den Bau eines Fuchsgeheges am Neunkircher Zoo zum Ausdruck brachten, verlief im wahrsten Sinne des Wortes ruhig. Auf vielen Plakaten machten Privatpersonen und Tierschutzorganisationen aus dem ganzen Saarland ihren Unmut gegen das Gehege deutlich, in dem drei Füchse untergebracht werden sollen, die bis zu zweimal im Jahr zu einer sogenannten Schliefenanlage in Kohlhof transportiert und dort für das Training von Jagdhunden zum Einsatz kommen sollen (wir haben berichtet). „Jagd ist Mord“, „An euren Händen klebt Blut“ und „Hobbyjagd ganz verbieten“ war unter anderem auf Plakaten der Bürgerinitiative Pro Fuchs, Peta und dem Bündnis für Tierrechte zu lesen.

In kurzen Reden wurde Kritik am Verhalten der Zoo-Verantwortlichen laut, die einen Teil eines Geländes für den Bau des Geheges an einen Jagdpächter abgetreten haben. Das sei mit Tierschutz, den der Zoo für sich Anspruch nehme, nicht zu vereinbaren, hieß es mehrfach. Der ehemalige saarländische Staatssekretär Klaus Borger (Die Grünen) erntete viel Applaus für seine Kritik am Neunkircher Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD), der die Demonstranten auf Facebook als „selbsternannte Tierschützer“ bezeichnet hatte. Das sei eine Abwertung all jener, die sich in ihrer Freizeit für die Rechte von Tieren und deren Schutz stark machen, so Borger. Nach etwa 30 Minuten löste sich die Mahnwache gegen 11.30 Uhr wieder auf.