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Neubauten
Zahl der Wohnungs-Neubauten ist im Kreis gesunken

Kreis Neunkirchen. Vom Single-Apartment bis zum Bungalow: Im Landkreis Neunkirchen sind im vergangenen Jahr 217 Neubauwohnungen entstanden – 84 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern. 2017 wurden damit 18 Prozent weniger neue Wohnungen gebaut als noch im Vorjahr.

Darauf hat das Verbändebündnis Wohnen hingewiesen, in dem sich Baugewerkschaft IG BAU und Bauwirtschaft zusammengeschlossen haben. Das Bündnis beruft sich auf Zahlen der Bundesregierung.


Insgesamt haben die Bauherren im Landkreis Neunkirchen demnach 2017 76,5 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. „Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn der Kreis Neunkirchen seinen Beitrag zur Wohnraum-Offensive der Bundesregierung leisten will. Denn der Neubau von bezahlbaren Wohnungen ist die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, von denen auch das Saarland betroffen ist“, sagt Markus Andler (IG BAU) vom Verbändebündnis Wohnen.

Insgesamt seien bundesweit im vergangenen Jahr lediglich  285 000 Wohnungen neu gebaut worden. Dabei habe die Große Koalition von CDU/CSU und SPD eine ganz andere Messlatte gelegt: 1,5 Millionen Neubauwohnungen bundesweit bis 2021 – also 375 000 pro Jahr. „Das bedeutet, dass der Wohnungsneubau schon in diesem Jahr um satte 32 Prozent zulegen müsste,  so der stellvertretende Regionalleiter der IG BAU im Saarland, Markus Andler.



Das Verbändebündnis Wohnen fordert daher jetzt den Bund, das Saarland und natürlich auch die Kommunen auf, mehr für den wichtigen Wohnungsbau zu tun. Vor allem für den bezahlbaren Wohnraum. Wohneigentum sei eine wichtige Altersvorsorge. „Die eigenen vier Wände sind da und haben Bestand – unabhängig davon, wie die Rentenhöhe im Alter schwankt. Sie bieten die Sicherheit eines dauerhaften ‚Daches über dem Kopf‘ – ohne Angst vor Mieterhöhungen oder vor einer Kündigung“, sagt Markus Andler.