Zahl der Berufspendler im Kreis Neunkirchen jetzt bei 38 000

Gestiegen : Zahl der Berufspendler bei 38 000

Neuer Höchststand im Landkreis Neunkirchen.

Die Zahl der Berufspendler im Landkreis Neunkirchen hat einen neuen Höchststand erreicht. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mit. Auf dem Weg zur Arbeit verließen demnach im vergangenen Jahr rund 38 000 Menschen regelmäßig die Grenzen des Kreises – das sind 18 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Damals zählte der Kreis noch rund 33 000 sogenannte Auspendler, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt weiter mitteilt. Die IG BAU beruft sich dabei auf eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Gewerkschafter Marc Steilen spricht von einem „alarmierenden Trend“. Eine Hauptursache für den Pendel-Boom sei der Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den Groß- und Unistädten. „Eine wachsende Zahl von Menschen kann sich die hohen Mieten und Immobilienpreise in der Stadt nicht mehr leisten. Aber genau dort sind in den letzten Jahren besonders viele Jobs entstanden“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Saar-Trier. Die Folge seien immer längere Staus und überfüllte Züge.

Strecken von mehr als 50 Kilometern bis zum Arbeitsplatz seien für viele Pendler aus dem Kreis Neunkirchen mittlerweile gang und gäbe, betont Steilen. „Dabei geht nicht nur wertvolle Zeit für Familie, Freunde und Hobbys verloren. Auch die Umwelt leidet unter der Fahrerei.“ Nach Angaben des Umweltbundesamtes geht knapp ein Fünftel aller CO2-Emmissionen in Deutschland auf das Konto des Verkehrs, so die Gewerkschaft.

Die Pendler-Problematik im Landkreis Neunkirchen ist Teil eines bundesweiten Trends, wie es in der Pressemitteilung der IG Bau weiter heißt: Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit pendelten im letzten Jahr 39 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in eine andere Stadt oder einen anderen Kreis zur Arbeit.

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