| 18:02 Uhr

Wurfkünste rund um den Tannenbaum

Das erste Tannenbaumweitwurf-Festival fand gestern in Ottweiler statt. Auf dem Bild setzt gerade Mareike Maurer zum großen Wurf an. Foto: Andreas Engel
Das erste Tannenbaumweitwurf-Festival fand gestern in Ottweiler statt. Auf dem Bild setzt gerade Mareike Maurer zum großen Wurf an. Foto: Andreas Engel
Ottweiler. Seit etwa dem 16. Jahrhundert haben in Deutschland Weihnachtsbäume Tradition. Dieser eher heidnische Brauch verbreitete sich von Deutschland aus in alle Welt. Aber den Nordlichtern aus Schweden wird der Einfall zugerechnet, dass man mit den ausgedienten Tannenbäumchen auch werfen kann. Damit war der Tannenbaumweitwurf von den humorvollen Skandinaviern erfunden

Ottweiler. Seit etwa dem 16. Jahrhundert haben in Deutschland Weihnachtsbäume Tradition. Dieser eher heidnische Brauch verbreitete sich von Deutschland aus in alle Welt. Aber den Nordlichtern aus Schweden wird der Einfall zugerechnet, dass man mit den ausgedienten Tannenbäumchen auch werfen kann. Damit war der Tannenbaumweitwurf von den humorvollen Skandinaviern erfunden.


Nun gibt es den Tannenbaumweitwurf als eigenständige sportliche Disziplin auch in Ottweiler. Die Idee dazu hatte der Förderverein Freibad Ottweiler. "Der Einfall ist uns schon bei der Gründungsversammlung vor knapp einem Jahr gekommen", berichten Vorsitzende Petra Zimmer und Vorstandsmitglied Joachim Fegert. Gestern wurde die Idee umgesetzt und es wurde ein großer Erfolg. Mehr als 200 Teilnehmer gingen an den Start auf dem Schlossplatz in Ottweiler und versuchten die Bäumchen so weit wie möglich zu werfen.

Dem Einfallsreichtum der Sportler waren laut Reglement keine Grenzen gesetzt. Ob schleudern, rückwärts katapultieren oder den Tannenbaum wie einen Speer verwenden - jeder und jede suchte und fand für sich eine Technik. Einzig das Übertreten der Startlinie war verboten - und natürlich auch das gezielte Werfen auf die Zuschauer, die sich reichlich eingefunden hatten an diesem trüben Januar-Sonntag-Nachmittag. Weiten von mehr als zehn Metern wurden von den besten Werferinnen und Werfern erzielt. In fünf Gruppen gingen die Tannenbaumweitwerfer an den Start, damit es auch gerecht zugehen konnte.

Auf die Sieger warteten dann Gutscheine für das Ottweiler Freibad. "Wir wollten mit dieser Aktion schon im Winter für unser schönes Freibad werben", beschreibt Petra Zimmer die Absicht ihres Fördervereins. Das scheint den Schwimmbadförderern angesichts der großen Teilnehmer- und Zuschauerzahl auch gelungen zu sein. eng