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"Wir haben erhebliche Nachwuchssorgen"

"Wir haben erhebliche Nachwuchssorgen"

Neunkirchen. Bäumchen pflanzen in Wolsztyn, flanieren in Versailles, feiern im Robinsondorf - non stop an die Wand projiziert, konnten die Gäste die mit der Kamera für die Ewigkeit festgehaltenen Höhepunkte des städtepartnerschaftlichen Austauschs der vergangenen Jahre verfolgen. Etwa ein Dutzend Interessierte waren der Einladung des Vereins zur Förderung von Städtepartnerschaften ins Kommunikationszentrum Bachstraße gefolgt, darunter viele Mitglieder des VdK, aber auch Vertreter vom SSV Wellesweiler, des Neunkircher Sportverbandes sowie des Fördervereins Grundschule Am Stadtpark.Wobei sich Vorsitzende Ursula Maurer und ihre Vorstandskollegen sicher etwas mehr Zulauf erhofft hatten. Waren doch sämtliche Vereine und Schulen angeschrieben worden. Anderseits spiegelt die mäßige Resonanz ganz gut die Situation des 1983 gegründeten Vereins. "Wir haben erhebliche Nachwuchssorgen." Aktuell kommt man auf 50 Mitglieder, deren Altersdurchschnitt jenseits der 60 liegt. Auch die Kontakte zu den drei Partnerstädten schwächeln. So läuft in Wolsztyn alles über Bürgermeister Andrzej Rogozinski: "Wenn der etwas anordnet, funktioniert es." Aber eben auch nur dann. "Privat ist es eher schwierig", bedauert Ursula Maurer. Ebenfalls mit dem Bürgermeister steht und fällt die Beziehung zu Lübben. Doch Lothar Bretterbauer ist schon seit längerem krank, weshalb auch die Kontakte in den Spreewald auf Sparflamme köcheln.

Neunkirchen. Bäumchen pflanzen in Wolsztyn, flanieren in Versailles, feiern im Robinsondorf - non stop an die Wand projiziert, konnten die Gäste die mit der Kamera für die Ewigkeit festgehaltenen Höhepunkte des städtepartnerschaftlichen Austauschs der vergangenen Jahre verfolgen. Etwa ein Dutzend Interessierte waren der Einladung des Vereins zur Förderung von Städtepartnerschaften ins Kommunikationszentrum Bachstraße gefolgt, darunter viele Mitglieder des VdK, aber auch Vertreter vom SSV Wellesweiler, des Neunkircher Sportverbandes sowie des Fördervereins Grundschule Am Stadtpark.Wobei sich Vorsitzende Ursula Maurer und ihre Vorstandskollegen sicher etwas mehr Zulauf erhofft hatten. Waren doch sämtliche Vereine und Schulen angeschrieben worden. Anderseits spiegelt die mäßige Resonanz ganz gut die Situation des 1983 gegründeten Vereins. "Wir haben erhebliche Nachwuchssorgen." Aktuell kommt man auf 50 Mitglieder, deren Altersdurchschnitt jenseits der 60 liegt. Auch die Kontakte zu den drei Partnerstädten schwächeln. So läuft in Wolsztyn alles über Bürgermeister Andrzej Rogozinski: "Wenn der etwas anordnet, funktioniert es." Aber eben auch nur dann. "Privat ist es eher schwierig", bedauert Ursula Maurer. Ebenfalls mit dem Bürgermeister steht und fällt die Beziehung zu Lübben. Doch Lothar Bretterbauer ist schon seit längerem krank, weshalb auch die Kontakte in den Spreewald auf Sparflamme köcheln.

Besonders prekär ist die Situation jedoch in Bezug auf Mantes-la-Ville, wo jetzt mit Cyril Nauth ein rechtsextremer Bürgermeister im Rathaus das Sagen hat. Offizielle Kontakte gebe es zwar keine mehr, aber auf privater Ebene funktioniere die Partnerschaft gut, hatte Oberbürgermeister Jürgen Fried kürzlich Stellung bezogen (wir berichteten). Weshalb man als Stadt nicht daran rühren wolle: "Ich glaube, man kann ja nicht die Menschen bestrafen, die sich mögen, und die sich unter dem Namen Städtepartnerschaft treffen und Veranstaltungen machen, weil jetzt die Verwaltungsspitze eine politische Richtung hat, die man nicht möchte." Auf französischer Seite wollen die Aktiven jetzt schnellstmöglich einen Verein gründen, um sich von den städtischen Strukturen abzukoppeln. Unterstand doch das Komitee, das die Schüleraustausche oder die immer rege genutzten Fahrten zu deutschen Weihnachtsmärkten organisiert, direkt dem Bürgermeister. Das müsse sich dringend ändern, wünscht sich auch Ursula Maurer.

"Wir brauchen dringend etwas Unterstützung der Neunkircher Bevölkerung", formulierte sie schließlich das eigentliche Anliegen des Abends. Geboten werden Zuschüsse zu Fahrtkosten bei Austauschsfahrten und Hilfe bei der Suche nach privaten Kontakten. Auf die Frage, ob der Verein überhaupt noch eine Daseinsberechtigung habe, kam ein klares "Ja" von Ursula Maurer: "Alles, was die Menschen über die Ländergrenzen hinweg miteinander verbindet, ist jeden Aufwand wert." Foto: hi