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Leser-reporter
Wildes Parken in der Prälat-Schütz-Straße

Parkende Autos blockieren die Gehwege in der Prälat-Schütz-Straße in Wiebelskirchen.
Parkende Autos blockieren die Gehwege in der Prälat-Schütz-Straße in Wiebelskirchen. FOTO: Heinz Bier
Wiebelskirchen. Leser-Reporterin Christa Isaacs beklagt sich über zugeparkte Bürgersteige in Wiebelskirchen. Auch das Ordnungsamt sei in der Pflicht, meint sie. Von Heinz Bier

Als die Prälat-Schütz-Straße in Wiebelskirchen vor einigen Jahren verkehrsberuhigt ausgebaut wurde, wurde auf der rechten Fahrbahnseite der Einbahnstraße auch ein Parkstreifen angelegt. Die linke Seite wurde als höhengleicher Bürgersteig ausgebaut, der den Fußgängern vorbehalten ist. Nun gibt es aber immer wieder Verkehrsteilnehmer, die diese Regelung offensichtlich nicht allzu ernst nehmen und ihre Fahrzeuge auch auf dem Fußgängerweg abstellen.


Christa Isaacs bringt diese Rücksichtslosigkeit auf die Palme. Sie wohnt im Wohngebiet Vor Seiters, nutzt die Prälat-Schütz-Straße tagtäglich und weiß somit, wovon sie spricht. Sie hat dies in einer E-Mail an die Saarbrücker Zeitung zum Ausdruck gebracht. „Dort wird zu jeder Tag- und Nachtzeit beidseitig teilweise so geparkt, dass nicht einmal die Nutzung des Bürgersteigs mit nur einer Tasche möglich ist, geschweige denn mit Gehhilfe, Kinderwagen oder nach größeren Einkäufen“, schimpft die Wiebelskircherin. „Mit einem Rollstuhl will ich mir das gar nicht vorstellen“, meint sie weiter und hinterfragt gleichzeitig geeignete Maßnahmen des Ordnungsamtes. „Wo bleibt hier die Kontrolle“, fragt sie, „die angeblich auch beim stehenden Verkehr durchgeführt wird?“

Auf Rückfrage erklärt die Pressestelle der Stadt Neunkirchen, dass im Rahmen des Opportunitätsprinzips keine regelmäßigen Kontrollen des ruhenden Verkehrs in Wohnstraßen erfolgen. Wenn konkrete Beschwerden, wie im Fall Prälat-Schütz-Straße, vorliegen, würden allerdings zeitnahe Kontrollen veranlasst und dabei festgestellte Verkehrsverstöße auch geahndet, heißt es in der Stellungnahme weiter. Aus vergangenen Kontrollen dort sei bekannt, dass es gelegentlich zu falschem, behinderndem Parken kommt.



„Größere Probleme entstehen, wie an anderen Schulen auch, zu den Schulanfangs- und Endzeiten aufgrund des Hol- und Bringverkehrs der Eltern und durch Schulbusse“, erklärt Stadt-Pressesprecher Markus Müller. Die Einschränkungen seien dann allerdings nur temporär und das Gleiche gelte bei Veranstaltungen der katholischen Kirchengemeinde.