„Neunkircher Wohlfühloasen“ : Damit es bald summt und brummt

Ehrenamtler legten in Neunkirchen zwei Wildblumenwiesen an.

Bienen sind das große Thema. So hat auch im Jahr 2013 der Landkreis Neunkirchen das Projekt „Der Landkreis summt“ ins Leben gerufen. Es gab Vorträge an Schulen und Kindergärten und nach und nach haben sich immer mehr Menschen für die Imkerei begeistert. Schulen haben Arbeitsgruppen gebildet, in denen es nur um die summenden Tiere geht.

Mittlerweile ist die Imkerei für viele ein wichtiges Hobby geworden. Auch die Ehrenamtler in der Kreisstadt Neunkirchen machen sich schon lange dafür stark. Nun wurde, just zum Viertelfest auf dem Oberen Markt, der Einsatz aufs Schönste belohnt. Ein Schwarm wilder Bienen, so teilte Stadtteilmanager Wolfgang Hrasky mit, „besetzte“ eines der Beete am Neuen Markt. Der Schwarm wurde dann von einem Imker abgesammelt. „Und das vor dem Hintergrund, dass es sich um eine ehemals versiegelte, geschotterte Fläche handelt.“ Die Fläche war auf Wunsch der Bürgerinitiative vor etwa drei Jahren geöffnet worden. Sie wurde mit Mutterboden verfüllt und bepflanzt. Gepflegt wird die Fläche wöchentlich von den Ehrenamtlern.

Solch ein Erfolg sollte anspornen. Und so ist nur Gutes zu erwarten von der Plackerei, der sich die Ehrenamtler gerade wieder unterzogen haben. Zwei Wildblumenwiesen werden angelegt. Dazu muss man die Rasensoden mit der Maschine vom Boden schneiden. Dann mit der Forke auf die Schublade hieven, zum Container bringen und sie dann in hohem Bogen hinauf befördern. Immer und immer wieder. „Aber was tut man nicht alles, um Insekten im Allgemeinen und Bienen im Besonderen in die Stadt zu locken“, so schreibt die Bürgerinitiative in einer Pressemitteilung.

Das jedenfalls ist erklärtes Ziel der diesjährigen Auflage der „Neunkircher Wohlfühloasen“ der Bürgerinitiative Stadtmitte und der Aktiven Bürger Neunkirchen. Weil sie Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und Co. auf die Sprünge helfen möchten, legten die Ehrenamtler zwei Wildblumenwiesen an: eine knapp 300 Quadratmeter große im Eingangsbereich des Wagwiesentals neben dem Kreisel Bliesstraße, die andere, etwas kleinere, an der Ecke Brunnen-/Parallelstraße an. Insgesamt beteiligten sich 24 Personen, davon die Hälfte Privatleute, die von der Aktion gelesen hatten und sich angesprochen fühlten.

„Dass Menschen uns ehrenamtlich Aktive spontan unterstützen, freut uns besonders“, betonte Helmut Lembach, dem die Leitung der Aktion oblag. „Zugleich sind wir froh, dass neben den freiwilligen Unterstützern aus der Bevölkerung die Stadt Neunkirchen mit dem Betriebshof und dem Stadtteilmanagement und, ganz wichtig, auch die Sparkasse als Sponsor mit im Boot sitzen.“

Vier Stunden dauerte der erste Einsatz – im Gegensatz zum deutlich kürzeren zweiten, an welchem man die Flächen einsäte.

Ganz abgeschlossen ist die Aktion allerdings noch nicht. Aufgestellt werden nun noch zwei große Insektenhotels, angefertigt im Rahmen eines Beschäftigungsprojekts der Neuen Arbeit Saar. Zwei weitere Exemplare sind für Standorte in der Unterstadt geplant, etwa an der Bachschule, wie die Ehrenamtler abschließend mitteilen.

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