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Wie sich ein Gummibärchen auflöst

Chemielehrerin Tatjana Caspary löste mit Kaliumchlorat und Hitze ein Gummibärchen auf. Foto: Elsner
Chemielehrerin Tatjana Caspary löste mit Kaliumchlorat und Hitze ein Gummibärchen auf. Foto: Elsner
Wellesweiler. Will-Kommen-Abend, so nennt die Alex-Deutsch-Schule ihren Tag der Offenen Tür. Schüler und Lehrer der Gemeinschaftsschule des Landkreises Neunkirchen hatten sich mit viel Liebe zum Detail auf diesen Dienstagabend vorbereitet, um den interessierten Eltern und Kindern ihre Schule vorzustellen Von SZ-Mitarbeiterin Iris Elsner

Wellesweiler. Will-Kommen-Abend, so nennt die Alex-Deutsch-Schule ihren Tag der Offenen Tür. Schüler und Lehrer der Gemeinschaftsschule des Landkreises Neunkirchen hatten sich mit viel Liebe zum Detail auf diesen Dienstagabend vorbereitet, um den interessierten Eltern und Kindern ihre Schule vorzustellen. Schulleiter Arno Schley stellte in seiner Begrüßungsansprache das pädagogische Konzept der Schule ganz an den Anfang, basiert es doch auf dem Lebensmotto des Namensgebers Alex Deutsch, der sagte: "Lasst euch nicht hineintreiben in Hass und Gewalt gegen andere Menschen. Lernt miteinander zu leben, nicht gegeneinander." So steht die Schule auf den Säulen "Miteinander leben, miteinander lernen, miteinander leben lernen". Arno Schley erläuterte den Gästen die Unterrichtsorganisation und stellte die Vorteile der Schule dar: Alle lernen zwei Fremdsprachen, zuerst Französisch, dann Englisch, alle werden automatisch bis zur Klasse acht versetzt. Pro Klasse gibt es durchschnittlich 20 Kinder, die auch eine Nachmittagsbetreuung in Anspruch nehmen können. Darüber hinaus beschäftigt die Schule eine Schoolworkerin, die sich Themen wie Umgang mit dem Internet, Coolnesstraining und Gewalt- und Suchtprävention annimmt.



In kleineren Gruppen ging es nun über Flure und Treppen in die Klassenräume, in denen Schüler und Lehrer ihre Gäste erwarteten. So führte Chemielehrerin Tatjana Caspary ein spektakuläres Experiment vor: Mit einem Bunsenbrenner erhitzte sie Kaliumchlorat in einem Reagenzglas, bis es flüssig war und gab dann ein Gummibärchen hinein. Mit einem hellen Aufglühen und einem lauten Brummen löste sich das Gummibärchen auf.

Angeregt durch den Erfolg des Fußballturnieres im Dezember 2012 beherbergte ein Klassenzimmer eine "Soccer-Arena", in der die Kleinen einen Fußball durch eine Torwand schießen konnten und dafür Punkte erhielten. Natürlich gab es auch etwas zu gewinnen. Für die verschiedenen Bereiche des Faches Arbeitslehre stehen Funktionsräume wie Küche, Holzwerkstatt, Computerraum und ein Zimmer für textiles Gestalten mit Nähmaschinen zur Verfügung. Zur Freude aller wird die Küche in den Sommerferien komplett erneuert. Dann kann hier wieder alle zwei Wochen vier Stunden gekocht und gebacken, aber auch über Ernährung gelernt werden.