Wie sich die Stadt weiter wandelt

Neunkirchen. Das "wichtigste Kind", das Oberbürgermeister Jürgen Fried den Neunkirchern 2012 in die Wiege legen will, wird zweifellos die Event-Stätte Gebläsehalle sein. "Ich erwarte ganz viele Impulse für die gesamte Stadtentwicklung. Die Veranstaltungshalle ist wichtig für die Belebung von Neunkirchen", so der Rathauschef im Gespräch mit der SZ

Neunkirchen. Das "wichtigste Kind", das Oberbürgermeister Jürgen Fried den Neunkirchern 2012 in die Wiege legen will, wird zweifellos die Event-Stätte Gebläsehalle sein. "Ich erwarte ganz viele Impulse für die gesamte Stadtentwicklung. Die Veranstaltungshalle ist wichtig für die Belebung von Neunkirchen", so der Rathauschef im Gespräch mit der SZ. Dank des ausbleibenden Winters ist der Umbau der Gebläsehalle zum Veranstaltungsort mit 1000 Sitzplätzen dem Zeitplan zwei Wochen voraus. Ab November soll die Bühne für Events aller Art frei sein, die zweite Verleihung des Günter-Rohrbach-Filmpreises ist für den 23. November bereits fest terminiert. Der OB hofft darauf, dass das 6,3-Millionen-Projekt nicht durch unvorhergesehene Kosten verteuert wird. Ein Projekt, das für Fried unmittelbar mit der Veranstaltungshalle korrespondiert, nämlich der Neubau eines Hotels neben Decathlon, wird erst 2013 so weit sein.Ein weiterer Schwerpunkt nicht allein für dieses Jahr ist das Voranbringen der City Nord (Fried: "Nach wie vor das wichtigste kommunalpolitische Konzept für die nächsten zehn Jahre"). Hier werde eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Stadt und Gemeinnütziger Siedlungsgesellschaft mit eigener Geschäftsstelle für Nägel mit Köpfen sorgen, kündigt der OB an. 2012 steht der Abriss von vier aufgekauften Häusern am Ende der unteren Bahnhofstraße an. Sie sollen durch Neubauten ersetzt werden. "Wir werden auch in Zukunft immer, wenn sich die Möglichkeit bietet, marode Immobilien aufkaufen und sie sanieren oder abreißen", kündigt der Verwaltungschef an.

Im unmittelbaren Zusammenhang mit der Aufwertung des Nord-Quartiers steht die "Stadt an der Blies", das Hervorheben von Neunkirchens Fluss-Charakter. "Die Blies-Erlebbarkeit steht in den nächsten Jahren auf jeden Fall auf der Agenda", legt sich Jürgen Fried fest. Hier hat das Rathaus zunächst einmal ein Gutachten vergeben, um herauszufinden, ob ein Aufstauen der Blies zwischen Finanzamt und Kurt-Schumacher-Brücke sinnvoll und machbar ist. Parallel dazu bemüht man sich um Fördergelder des Saarbrücker Umweltministeriums.

Was in Neunkirchen auf jeden Fall für die Autofahrer bemerkbar sein wird: Der Verkehr wird durch den neuen Kreisel Fernstraße/Bliesstraße rollen. Fried: "Ich gehe davon aus, dass er Ende 2012 fertig wird." Und die Zoobesucher können den ersten Teil der neuen Raubtieranlage - das Zuhause von Bären und Schneeleoparden - bestaunen.

Neben den sichtbaren Dingen geht es natürlich auch um Planungen und Vorarbeiten für künftige Entwicklungen. Etwa die Zukunft des Bürgerhauses oder das Aussehen von Stumm- und Lübbener Platz samt "Keksdose". "Was mit den beiden Gebäuden geschieht, ist wichtig für die künftige Stadtentwicklung", merkt der OB an. Um die Grundschule Am Stadtpark aufzuwerten, wird in den Sommerferien mit dem Bau eines neuen Mitteltraktes zwischen den beiden bestehenden Gebäuden begonnen.

Was mit dem ehemaligen Schloss-Brauerei-Gelände an der Talstraße passiert, werde intensiv mit Karlsberg besprochen, so Fried. Hier deute sich eine Nutzung für Handel und Gewerbe an. Und was vom früheren St.-Josef-Krankenhaus übrig ist, könnte von Studenten bevölkert werden - falls das Studentenwerk der Saar-Uni mitzieht.Foto: Kreisstadt Neunkirchen

"Die Erlebbarkeit der Blies bleibt auf jeden Fall auf der Agenda."

OB Jürgen Fried

Auf einen Blick

Der Neujahrsempfang der Stadt Neunkirchen geht heute ab 19.30 Uhr nach Lage der Dinge zum letzten Mal im Bürgerhaus über die Bühne. Zusammen mit rund 600 geladenen Gästen will Oberbürgermeister Jürgen Fried das Jahr 2012 "mit Schwung und Leidenschaft" beginnen.gth