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Wie Saskia Schweitzer Es Friedche wurde

Es Friedche : Wie Saskia Schweitzer es Friedche wurde

Es wäre das elfjährige Bühnenjubiläum gewesen in diesem Jahr für Es Friedche, die Frau vom Keller Karl. Damals hatte der heutige Landrat Sören Meng beschlossen, seine Bühnenfigur, die er beim KUV Wiebelskirchen über Jahre verkörperte, aufzugeben.

Doch er wollte die Figur nicht ganz sterben lassen. De Keller Karl hatte immer schon von seiner Frau erzählt, vom Friedche. Über die sollte der Karl nun weiterleben. „Da hat er mich gefragt, ob ich nicht es Friedche darstellen will“, erzählt Saskia Schweitzer der SZ. „So große Fußstapfen, da musste ich wirklich überlegen“, hatte Schweitzer anfangs etwas Angst, ob sie die ausfüllen kann. Konnte sie. Von Anfang an. „Mein erster Satz beim ersten Auftritt war: ‚ihr kenne mich all, awwa ihr hann mich noch nie gesiehn, ich bin es Friedche, die Fraa vom Keller Karl’. Die Leute tobten“, erinnert sie sich. Und meint: „Die waren dankbar für den Ersatz. Viele waren traurig, dass der Keller Karl aufgehört hat.“ Seitdem verkörpert sie es Friedche, schlüpft Jahr für Jahr in die Rolle der zwar „nach eigener Aussage Für-immer-39-Jährigen, die aber doch eher um die 60 ist“. Keine der NKA-Gemeinschaftssitzungen ohne Friedche als krönenden Abschluss. Saskie Schweitzer selbst wird übrigens übernächste Woche erst junge 31 Jahre alt. Seit 2003 ist sie Mitglied im KUV. 2004 stand sie erstmals in der Bütt, drei Jahre hintereinander jeweils als Duo, bis Es Friedche kam.

Die Figur des Friedche hat Schweitzer zusammen mit Meng entwickelt. „Der hatte ja immer schon von ihr erzählt. Genau so sieht sie jetzt auch aus.“ Mit deren Wesen kommt Schweitzer gut klar. „Ich bin ein bisschen selbst so, so raubeinig.“ Sobald sie die Kittelschürze anhabe, lebe sie das halt etwas mehr aus. Wenn es nach ihr geht, will sie gerne noch lange in die Rolle des Friedche schlüpfen. Jetzt hofft sie erst einmal, das Elfjährige dann nächste Session feiern zu können. Denn diese Session ohne Auftritt, „das hat mich schon sehr traurig gemacht“.