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„Werden viele Spiele gewinnen“

Borussias Neuzugang Julian Kern (vorne) gibt in den Zweikämpfen immer alles. Foto: Burgardt
Borussias Neuzugang Julian Kern (vorne) gibt in den Zweikämpfen immer alles. Foto: Burgardt FOTO: Burgardt
Neunkirchen. Am Samstag hat die Borussia aus Neunkirchen in der Fußball-Oberliga Abstiegskandidat 1. FC Saarbrücken II zu Gast. Julian Kern hat bereits für den FCS gespielt, doch heuer ist er im Trikot der Borussen unterwegs. Sebastian Zenner

Julian Kern war nach der 0:1-Niederlage von Fußball-Oberligist Borussia Neunkirchen vor einer Woche beim SV Gonsenheim der einzige Spieler, dem Trainer Daniel Paulus öffentlich eine gute Leistung attestierte. Der 21-Jährige kam von Regionalligist SVN Zweibrücken und ist einer von sechs Winter-Neuzugängen. Hängen sich seine neuen Mitspieler an diesem Samstag ab 14.30 Uhr im Derby gegen den 1. FC Saarbrücken II so rein, wie er sich in Gonsenheim, sollten die drei Punkte im Ellenfeldstadion bleiben.

Der FCS II ist nicht nur ein Lokalrivale der Borussia, sondern auch ein Ex-Club des Außenverteidigers. Bis zur B-Jugend spielte Kern für seinen Heimatclub FV Ebersweier (Baden-Württemberg). Über den Offenburger FV und die SV Stadelhofen fand er 2013 den Weg nach Saarbrücken , wo er als Perspektivspieler für die erste Mannschaft eingeplant war. Eingesetzt wurde er überwiegend im Oberliga-Team. Nach einem Jahr folgte der Wechsel nach Zweibrücken, wo er in der Saison elf Einsätze in der Regionalliga sammelte.

Der Wechsel nach Neunkirchen kam schließlich wie folgt zustande: "Ich habe im Saarland ein Studium begonnen und bin deshalb auch aus Saarbrücken nach Zweibrücken gegangen, wo im Winter aus finanzieller Sicht die Lichter ausgingen und man uns sagte, dass man uns nicht mehr bezahlten könnte", erklärt Kern, der nach wie vor in Saarbrücken wohnt und mit Stürmer Felix Dausend eine Trainings-Fahrgemeinschaft bildet. Im Winter lagen ihm auch Angebote höherklassiger Vereine vor - überwiegend von Regionalligisten. Seine Hinrunden-Leistungen verhalfen ihm aber auch zu einer Einladung zum Probetraining bei Zweitligist Erzgebirge Aue . "Für einen Wechsel in eine weiter entfernte Stadt hätte ich das Wirtschaftsingenieurs-Studium beenden müssen, und das wollte ich nicht. Ich will dieses Semester hier noch regulär beenden", sagt er. Mittelfristig will Julian Kern wieder höherklassig spielen und sein Studium dann ruhen lassen oder woanders fortsetzen: "Ich habe in einigen Probetrainings positive Rückmeldungen für die nächste Saison erhalten und denke, dass ein Wechsel in die Regionalliga durchaus möglich ist."

Was mit seinem neuen Club in dieser Saison noch möglich ist, schätzt der Linksfuß realistisch ein: "Wir haben im Moment elf Punkte Rückstand auf den dritten Platz, von daher wäre es vermessen, von einer Aufstiegschance zu reden", meint er, geht aber davon aus, "dass wir in der Restrunde noch sehr viele Spiele gewinnen werden. Für welche Platzierung das reicht, wird man sehen. Für die Oberliga haben wir jedenfalls eine sehr gute Qualität."



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Am RandeDer Fußball-Oberligist SV Elversberg II empfängt am Sonntag um 15 Uhr die Spvgg EGC Wirges zum Heimspiel. Die SVE-Mannschaft von Trainer Peter Eiden steht derzeit auf Platz fünf der Tabelle und könnte mit einem Sieg gegen den Tabellenachten auf Platz drei springen. Das Hinspiel in Wirges endete 0:0. red