Werben um den besten Nachwuchs

Qualifizierten Nachwuchs zu finden, ist für viele Unternehmen eine Herausforderung. Um interessierten, jungen Menschen einen Einblick in den Betrieb zu ermöglichen, hat Eberspächer jetzt einen Tag der Ausbildung veranstaltet und viele Besucher begrüßt.

Janosch Müller legt ein rohes Metallstück in eine Maschine, zieht die durchsichtige Verschlusswand zu und drückt einige Knöpfe. "Jetzt wird gefräst, graviert, entgratet und gebohrt", erklärt er. Jeder Arbeitsschritt dauert nur wenige Sekunden. Müller öffnet die Maschine, schmirgelt nochmal von Hand über das Metallstück und reicht es einer Besucherin. Aus dem Rohmaterial ist ein schicker, matt glänzender Schlüsselanhänger geworden. Aufschrift: Eberspächer - Ausbildung Neunkirchen .

An diesem Samstag präsentierte sich das Eberspächer-Werk in Neunkirchen nämlich bei einem "Tag der Ausbildung" jungen Menschen. Und die wurden vor allem von Ihresgleichen informiert: Überall in der großen Werkstatthalle standen Azubis und Studenten wie Müller, übrigens angehender Werkzeugmechaniker, und erklärten und demonstrierten. 450 Besucher, schätzte Ausbildungsleiter Thomas Becker, werde man am Ende des Tages verzeichnen können. "Darunter sind 130 bis 150 potenzielle Bewerber." Die restlichen Besucher waren größtenteils Eltern und Geschwister, die offensichtlich ebenfalls Spaß hatten in der Werkstatt. Kein Wunder, konnte man doch beispielsweise Vier-gewinnt und Heißer-Draht mit Roboterarmen spielen oder sich ein Kleeblatt als Gartendeko schweißen lassen. Unter den Besuchen waren aber auch Offizielle, Lehrer und Dozenten. "Wir nutzen diesen Tag auch immer zum Netzwerken", so Becker.

Ausbilden lassen kann man sich bei Eberspächer zum Industrie-, Konstruktions- oder Werkzeugmechaniker, Elektroniker für Automatisierungstechnik und Fachkraft für Metalltechnik. Zusammen mit der ASW-Berufsakademie wird ein duales Studium in Wirtschaftsingenieurwesen , Maschinenbau und Betriebswirtschaft angeboten, zusammen mit der HTW Saar und der Hochschule Kaiserslautern ein kooperatives Studium in Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau .

Daniel Cullmann hat seinen Wirtschaftsingenieur-Bachelor demnächst in der Tasche und beriet nun andere junge Menschen. "Die Arbeit hier ist auf jeden Fall sehr abwechslungsreich und macht Spaß", sagte er. Ihm selbst habe es viel gebracht, in allen Abteilungen etwa ein halbes Jahr zu verbringen. "Und es ist die Regel, dass man übernommen wird."

Ähnlich begeistert von seiner Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker war der 17-jährige Samuel Heidrich, der gerade Besucherin Vanessa Hauer erklärte, wie man ein Metallstück in einen rechten Winkel bringt. "Ich bin super froh, dass ich diese Ausbildung gewählt habe. Ich könnte mir keine bessere vorstellen!"