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Christkind
Weihnachten fern der Heimat

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Ein besonderes Weihnachtsfest wird es in diesem Jahr in unserer Familie sein. Wir werden einen Gast haben, der nicht mit seiner eigenen Familie feiern kann, da er viele Tausend Kilometer von seiner Heimat entfernt studiert. Von Heike Jungmann

Es ist ein Freund unseres Sohnes, der aus Quito stammt, der Hauptstadt von Ecuador. Diese Stadt wird wegen ihres Klimas – am Tag sind es meist zwischen 18 und 21 Grad – auch Stadt des ewigen Frühlings genannt. Schön wäre es, wenn wir, quasi als Kontrastprogramm, mit einer verschneiten Winterlandschaft und eisigen Temperaturen über die Weihnachtsfeiertage aufwarten könnten. Das wird vermutlich ein romantischer Wunschtraum bleiben. Für eine behagliche, gemütliche Atmosphäre können wir aber selber sorgen. Nach dem Kirchgang – der auch in Ecuador als „Misa de gallo“ in vielen Familien üblich ist – gibt es ein gutes Essen, traditionelle Weihnachtslieder und natürlich Geschenke. Auch unser Gast, den außer unserem Sohn noch niemand aus der Familie kennt, soll natürlich etwas auspacken können. Damit er im deutschen Winter nicht frieren muss, bekommt er einen selbst gestrickten Schal. Den braucht er vermutlich nicht mehr, wenn er in seine Heimat zurückkehrt. Aber vielleicht erinnert ihn der Schal an ein Weihnachtsfest mit Freunden.