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Historischer Verrein Stadt Neunkirchen: Was Stumm politisch zu sagen hatte

Historischer Verrein Stadt Neunkirchen : Was Stumm politisch zu sagen hatte

() Der nächsten Vortrag beim Historischen Verein Stadt Neunkirchen (HVSN) findet am Donnerstag 7. September, 19 Uhr, in den Räumen des HVNS in der Irrgartenstraße 18 statt. Thema: Reden des Carl Ferdinand Stumm im Deutschen Reichstag.

Carl Ferdinand Stumm, ab 1888 Freiherr von Stumm-Halberg, ist allgemein bekannt als Industrieller und Wirtschaftführer. Weniger bekannt ist, dass er auch als einflussreicher Politiker auf nationaler Ebene zunächst im Parlament des Norddeutschen Bundes und später im Reichstag wirkte. Im Ersteren hielt er 1867 als gerade mal 31-jähriger seine parlamentarische Jungfernrede. Nach der Reichsgründung 1871 zog er in den ersten deutschen Reichstag ein. Auch dort spielte er eine führende Rolle. Er hat dort über die
Jahre einige wegweisende Reden gehalten. Am Zustandekommen der damals weltweit vorbildlichen Sozialgesetzgebung des Reichskanzlers Bismarck war er wesentlich beteiligt.  Auch seine Reden wurden im Reichstag mit stenografiert, deshalb sind sie bis heute erhalten, so der Verein in einer Pressemitteilung weiter.

Während des Vortrags sind Redebeiträge Stumms  zur Gleichberechtigung der Frauen, zum Verhältnis der Arbeitgeber zu ihren Arbeitnehmern, zu seinem Verhältnis zur Presse und zu dem Problem „Schnaps im Betrieb“ zur hören.

In einem zweiten Clip schildert Gerd Meiser, ehemals Leiter der Lokalredaktion Neunkirchen der Saarbrücker Zeitung, seine ersten Schritte als damaliger Lehrling in dem riesigen Gelände des Neunkircher Eisenwerkes.