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Warum Mathematik glücklich machtSpielerisch den Kopf zerbrechen

Warum Mathematik glücklich machtSpielerisch den Kopf zerbrechen

Eppelborn. Die Antwort ist so entwaffnend ehrlich, da muss man einfach schmunzeln: "Warum lieben Sie Mathematik?", wird Rainer Roos gefragt. Ohne zu zögern antwortet der renommierte Mathematik-Professor mit einem breiten Grinsen: "Weil ich's kann." Und ergänzt: "Mathematik ist schön, und ich liebe Schönheit." Schade nur, dass so viele Menschen diese Schönheit nicht wahrnehmen können oder wollen. Ihnen muss man vielleicht nur ein bisschen auf die Sprünge helfen. Weil dies der herkömmliche Mathematik-Unterricht meist nicht schafft, hat der in der Gemeinde Eppelborn wohnende Professor Rainer Roos im Jahr 2001 an der FH Karlsruhe die "Lange Nacht der Mathematik" erfunden. 2008 war sie bereits in Theley ein Erfolg, jetzt soll sie am Freitag, 24. Januar, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Eppelborn im Big Eppel Neugierige anlocken.Denn neugierig darf man schon sein, wie Professor Roos die Menschen davon überzeugen will, dass Mathematik nicht nur eine der ältesten Wissenschaften überhaupt, sondern dank ihrer vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten auch 2014 aktuell und modern ist. Roos hat sich zu diesem Unterfangen einige Mitstreiter mit ins Boot geholt, die sich zum Teil sogar ohne Gage in den Dienst der Mathematik stellen. So etwa Professor Albrecht Beutelspacher, der Schöpfer des Gießener Mathematikums, den Professor Roos als "großes Vorbild" und guten Freund bezeichnet. "Man braucht renommierte Leute für eine so anspruchsvolle Aufgabe", ist Roos überzeugt. Im Eppelborner Rathaus stellte Roos mit Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset das Programm der einwöchigen Ausstellung "Mathematik zum Anfassen" und der "Langen Nacht der Mathematik" vor. Beutelspacher ist einer der Referenten des Abends, der durchaus unterhaltenden Charakter haben wird. So wird der junge Zauberer Maxime Maurice den ersten Teil des Abends moderieren, und ein Prominentenquiz à la "Wer wird Millionär?" soll für weitere Auflockerung sorgen. Eine populäre TV-Sendung, und populär will Roos die Mathematik machen. Als Sohn einer Sulzbacher Familie aus einfachen Verhältnissen habe er viel in Volkshochschulen gelernt, verrät der 72-Jährige. Da möchte er "etwas zurückgeben".

Eppelborn. Die Antwort ist so entwaffnend ehrlich, da muss man einfach schmunzeln: "Warum lieben Sie Mathematik?", wird Rainer Roos gefragt. Ohne zu zögern antwortet der renommierte Mathematik-Professor mit einem breiten Grinsen: "Weil ich's kann." Und ergänzt: "Mathematik ist schön, und ich liebe Schönheit." Schade nur, dass so viele Menschen diese Schönheit nicht wahrnehmen können oder wollen. Ihnen muss man vielleicht nur ein bisschen auf die Sprünge helfen. Weil dies der herkömmliche Mathematik-Unterricht meist nicht schafft, hat der in der Gemeinde Eppelborn wohnende Professor Rainer Roos im Jahr 2001 an der FH Karlsruhe die "Lange Nacht der Mathematik" erfunden. 2008 war sie bereits in Theley ein Erfolg, jetzt soll sie am Freitag, 24. Januar, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Eppelborn im Big Eppel Neugierige anlocken.Denn neugierig darf man schon sein, wie Professor Roos die Menschen davon überzeugen will, dass Mathematik nicht nur eine der ältesten Wissenschaften überhaupt, sondern dank ihrer vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten auch 2014 aktuell und modern ist. Roos hat sich zu diesem Unterfangen einige Mitstreiter mit ins Boot geholt, die sich zum Teil sogar ohne Gage in den Dienst der Mathematik stellen. So etwa Professor Albrecht Beutelspacher, der Schöpfer des Gießener Mathematikums, den Professor Roos als "großes Vorbild" und guten Freund bezeichnet. "Man braucht renommierte Leute für eine so anspruchsvolle Aufgabe", ist Roos überzeugt. Im Eppelborner Rathaus stellte Roos mit Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset das Programm der einwöchigen Ausstellung "Mathematik zum Anfassen" und der "Langen Nacht der Mathematik" vor. Beutelspacher ist einer der Referenten des Abends, der durchaus unterhaltenden Charakter haben wird. So wird der junge Zauberer Maxime Maurice den ersten Teil des Abends moderieren, und ein Prominentenquiz à la "Wer wird Millionär?" soll für weitere Auflockerung sorgen. Eine populäre TV-Sendung, und populär will Roos die Mathematik machen. Als Sohn einer Sulzbacher Familie aus einfachen Verhältnissen habe er viel in Volkshochschulen gelernt, verrät der 72-Jährige. Da möchte er "etwas zurückgeben".

Quasi als Leitmotiv der "Langen Nacht der Mathematik" könnte man den Vortrag des bekannten Statistikers Professor Christian Hesse werten, der den Zuhörern verrät "Warum Mathe glücklich macht". Ob SZ-Redakteur Volker Fuchs durch die Betreuung des Mathe-Rätsels glücklich geworden ist, das er mit Professor Roos für die Saarbrücker Zeitung ins Leben gerufen hat und betreut, wird er vielleicht auch im Big Eppel verraten. Auf jeden Fall werden die beiden über ihre Erlebnisse in Zusammenhang mit der SZ-Aktion berichten und dabei einige Anekdoten zum Besten geben. "Mir vazähle dann so manches Zeich", freut sich Roos schon auf diesen Part des Abends.

Der Eintritt zur "Langen Nacht der Mathematik" ist übrigens dank einiger Sponsoren frei. Für die Ausstellung sind zwei Euro zu berappen.

Für die Gemeinde Eppelborn ist das Rundumpaket Mathematik ein organisatorischer Kraftakt, den sie sich auch einiges kosten lässt. Das ist es der Bürgermeisterin, die selbst bis zu ihrer Amtsübernahme Lehrerin war, aber wert. "Mathematik wird oft stiefmütterlich behandelt, da fand ich die Idee einfach genial", sagt Müller-Closset, die den Wunsch des Wiesbachers ohne Zögern unterstützte. Professor Rainer Roos möchte, dass jeder Mathematik liebt, so wie er. Auch als Naturwissenschaftler darf man träumen . . . Eppelborn. Die "Lange Nacht der Mathematik" ist eingebettet in die Ausstellung "Mathematik zum Anfassen", die vom 20. bis 26. Januar im Kultur- und Kongresszentrum Big Eppel (Europaplatz 4) in Eppelborn stattfindet. Präsentiert wird die Ausstellung vom Mathematikum Gießen, das mit "Mathematik zum Anfassen" eine neue Tür zur Mathematik öffnen möchte. Das Anfassen wird hier durchaus wörtlich genommen, denn die Besucher können hier viele Dinge selbst in die Hand nehmen und auf spielerische Weise die Welt der Mathematik erkunden. So gibt es etwa die Möglichkeit, die besonderen Eigenschaften von Seife durch das eigene Hineinstellen in eine Seifenhaut zu entdecken, geometrische Körper nachzubilden oder aus Holzscheiten die Leonardo-Brücke nachzubauen. Durch dieses Ausprobieren und Experimentieren werden den Besuchern komplexe mathematische Zusammenhänge unbewusst und auf einfache Weise "begreifbar" gemacht. Dieses Konzept des ersten mathematischen Mitmachmuseums, das in Gießen von Dr. Albrecht Beutelspacher gegründet wurde und das nun in Eppelborn zu Gast ist, überzeugt. Das beweist die große Nachfrage bei den saarländischen Schulen, die sich bis jetzt schon für die Vormittage vom 20. bis 24. Januar angemeldet haben. "Die Ausstellung ist jetzt schon ein Erfolg", freuen sich Heiko Girnus und Aloysius Scholtes von der Gemeinde Eppelborn.

Darüber hinaus besteht zum Thema "Rechenschwäche" für Eltern und Lehrer die Möglichkeit zum Gespräch beziehungsweise Test des Kindes während der Ausstellungen. Dazu ist eine Terminvereinbarung bei Petra Naumann-Kipper unter Telefon (0 68 25) 94 14 92 nötig.

Öffnungszeiten der Ausstellung: vom 20. bis 23. Januar von 9 bis 17 Uhr, am 24. Januar von 9 bis 23 Uhr, am 25. Januar von 9 bis 13 Uhr und am 26. Januar von 14 bis 17 Uhr. hek

"Mir vazähle so manches Zeich."

Professor Rainer Roos

Auf einen Blick

Die "Lange Nacht der Mathematik" wird am Freitag, 24. Januar, ab 16 Uhr quasi der Höhepunkt der einwöchigen Ausstellungswoche "Mathematik zum Anfassen" im Big Eppel in Eppelborn (Europaplatz 4) sein. Los geht es um 16 Uhr mit einem halbstündigen Vortrag von Uwe Geisler "Wieso stecken Chips im Computer?". Von 16.45 bis 17.30 Uhr wird Professor Ulrich Reich über "Vom Pluszeichen bis zum Gleichheitszeichen: Wer hat sie erfunden?" referieren. Um 18 Uhr berichten SZ-Redakteur Volker Fuchs und Professor Rainer Roos über die Erlebnisse im Zusammenhang mit den Mathematik-Rätseln in der Saarbrücker Zeitung. Um 18.30 Uhr ist eine halbstündige Pause, bevor um 19 Uhr Professor Albrecht Beutelspacher, der Gründer des Mathematikums, sein Konzept der "Mathematik zum Anfassen" vorstellt. Um 20.30 Uhr werden drei Prominente zum Mathe-Quiz "Wer wird Millionär" befragt, und von 21.30 bis 22.30 Uhr verrät Prof. Christian Hesse, "Warum Mathe glücklich macht". Um 22.45 Uhr ist der Vortrag von Mathelehrer Michael Schuler zu "Der goldene Schnitt, eine kurze Geschichte zu nahezu Allem". Das Schlusswort gebührt Professor Rainer Roos. Schirmherrin ist Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, der Eintritt zur langen Nacht ist frei. hek