Wald erleben mit allen Sinnen

Reden/Göttelborn. Zwölf Info-Stationen des Tour d'Energie-Klimapfades, eines 13 Kilometer langen Radweges, der vom Zukunftsort Reden nach Göttelborn führt, werden derzeit eingerichtet. Jetzt wurden auf einem Teilabschnitt zwischen dem Schiffweiler Gewerbegebiet Klinkenthal und der Bahnstrecke Neunkirchen - Saarbrücken Tonnen schwere, gelbe Betonquader gesetzt

Reden/Göttelborn. Zwölf Info-Stationen des Tour d'Energie-Klimapfades, eines 13 Kilometer langen Radweges, der vom Zukunftsort Reden nach Göttelborn führt, werden derzeit eingerichtet. Jetzt wurden auf einem Teilabschnitt zwischen dem Schiffweiler Gewerbegebiet Klinkenthal und der Bahnstrecke Neunkirchen - Saarbrücken Tonnen schwere, gelbe Betonquader gesetzt. An dieser Stelle führt die Tour d'Energie von einer Freilandfläche in das bewaldete Naherholungsgebiet Itzenplitz.Radfahrer und Fußgänger werden sich fragen, was dieses und die an anderer Stelle folgenden Bauwerke bezwecken sollen. Gangolf Rammo, Mitarbeiter des saarländischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Verkehr, war mit der Saarbrücker Zeitung vor Ort und erklärte, worum es dabei geht. "Das Bauwerk hier ist sozusagen das Werktor zum Kraftwerk Wald, das den Eintritt vom Freiland in den Wald markiert." Auch an den anderen Stationen können einschlägige Informationen über Smartphone abgerufen werden. Auf Anforderung soll den Besuchern des Radweges Wissen vermittelt werden über den Klimawandel und die Faktoren, die zur Erwärmung der Erdatmosphäre beitragen. Am Werktor, dem einzigen dieser Art auf dem Radweg, ist beispielsweise die Bedeutung des Waldes, der für ein gesundes Klima so wichtig ist, das Thema. "An diesem symbolischen Werktor wollen wir verdeutlichen, welche Wohltaten der Wald für den Menschen bereit hält", so Rammo. Die Station auf der Redener Sommeralm wird Auskunft geben über Windräder und erneuerbare Energie, die am Altsteigershaus beschreibt die Auswirkungen unserer Ernährungsgewohnheiten und den Zusammenhang mit dem Kohlendioxid-Ausstoß. Rammo: "Wahrscheinlich ist der Klimapfad der einzige Fahrrad-Lehrpfad, der diesem Themenkomplex gewidmet ist. Aber es soll nicht so aussehen, als ob wir hier mit erhobenem Zeigefinger antreten. Wenn die Bürger diesen Weg nutzen, sollen sie Spaß haben und sich an der Natur erfreuen." Schon am Werktor spüre man die Kühle im Schatten der Bäume. Nur noch ein Zehntel des Sonnenlichtes dringe durch das Laub und die Luftfeuchtigkeit steige, was besonders an heißen Sommertagen als Wohltat empfunden werde. Wald sei ein guter Lärm- und der schönste Sichtschutz. Blaue und gelb-rote Farbtöne würden im Wald aus dem Sonnenlicht heraus gefiltert und das Grün der Vegetation fördere Wohlbefinden und Zufriedenheit. Rammo weiter: "Über das sinnliche Erlebnis sollen rationale Inhalte vermittelt werden. Wir haben keine konventionellen Infotafeln mit umfangreichen Texten aufgestellt. Als Basis dient eine Broschüre mit herausnehmbarer Karte, die an der ersten Station erhältlich ist. Smartphone-Besitzer können an den gelben Betonstelen über einen dort aufgebrachten QR-Code im Internet Wissenswertes abrufen."

Für ungeübte Radfahrer ist das Streckenprofil des 13 Kilometer langen Klimapfades von Reden nach Göttelborn durchaus anspruchsvoll. Start ist an der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen im ehemaligen Redener Zechenhaus. Dort können "Pedelecs", Elektrofahrräder, ausgeliehen werden.

Spektakuläre Ausblicke von der Sommeralm sind erlebbar, ebenso idyllische Waldwege, stille Waldweiher und historische Grubenanlagen. Wer für seine körperliche Ertüchtigung viele Kalorien verbraucht hat, der kann in den Gaststätten "Redener Hannes", "Altsteigershaus" und "Café Cantina Flöz" am Ende der Tour wieder Kräfte sammeln. Ende März wird die Tour d'Energie fertiggestellt und eröffnet. lik-nord.de