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Vornweg fuhr der Präsident der Pedaleure

Neunkirchen. Rund um das Thema Sicherheit und Radfahren ging jetzt der Neunkircher Fahrradfrühling über die Bühne. Radler konnten etwa ihr Zweirad durchchecken lassen und auf einem Hindernis-Parcours fahren. Höhepunkt war eine gemeinsame Radtour. Annika Meyer

Nach dem Winter kann nicht nur das ein oder andere Teil am Fahrrad eingerostet sein, sondern auch der sichere Umgang mit selbigem. Beim Neunkircher Fahrradfrühling am Samstag konnte man beides aufpolieren lassen. "Bloße Hinweise reichen oft nicht, deshalb wollen wir mit dem Fahrradfrühling den Sicherheitsgedanken verstärkt nach außen tragen", erklärte Hans-Jürgen Maurer, Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Neunkirchen . In Zusammenarbeit mit der Kreisstadt, der Polizei , dem Landesinstitut für Präventives Handeln und weiteren Partnern stellte diese die Veranstaltung zum 18. Mal auf die Beine.

Auf dem Stummplatz herrschte regelrechte Volksfeststimmung. Lightsight sorgten für musikalische Beschallung, die Radler ließen ihr Gefährt dem kostenlosen Check unterziehen und füllten beim Plaudern vorsorglich den Wasserhaushalt auf. Auf einem Parcours übte man das Überwinden von Hindernissen. "Wenn man beispielsweise plötzlich vor einem Bus auf die Bordsteinkante ausweichen muss und hat das nie zuvor geübt, hat man ein Problem", erklärte Joachim Jäckel. Um 11 Uhr startete dann die eigentliche Aktion: die gemeinsame Ausfahrt. Grußworte gab es vom Gesundheits-Staatssekretär Stephan Kolling: "Wir unterstützen solche Aktionen gerne. Radfahren ist eine gesunde Sportart und für Jung wie Alt geeignet", sagte er zur SZ. Oberbürgermeister Jürgen Fried wünschte als Schirmherr allen gute Fahrt und forderte dazu auf, Bürgermeister Jörg Aumann ordentlich anzufeuern. Der hatte als Präsident des Saarländischen Radfahrer-Bundes ebenfalls die Radfans begrüßt und fuhr nun an der Spitze des über 100-köpfigen Drahtesel-Trosses mit. Auch die 22-jährige Debora Neu war am Start. Obwohl keine regelmäßige Fahrerin, ist sie beim Fahrradfrühling schon seit 14 Jahren dabei: "Einmal im Jahr muss das sein!" Ständig im Sattel sitzt hingegen Sabine Hans. Für sie bedeutet der Sport "Wellness".

Bei einem Quiz des Wellesweiler Arbeitskreises für Geschichte, Landeskunde und Volkskultur konnte man die Sehenswürdigkeiten entlang der Wegstrecke erkunden. Derselbe Verein empfing die Fahrradfahrer auch zu einer Pause am Junkerhaus Wellesweiler. In der alten Schmiede bearbeitete Peter Sommerhalter vor den Augen der Besucher unter anderem einen Schuhlöffel, der, da kein klassisches Schmiedestück, die Aufmerksamkeit auf sich zog. "Generell wollen wir aber das historische Handwerk vermitteln", erklärte Sommerhalter.

Weiter ging die Tour über Kohlhof und Furpach und schließlich durch das Kasbruchtal zurück.