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Hangard feiert Dorffest
Vor dem Feiern kommt das Gebet

Hangard. Traditionell startete das Hangarder Dorffest auch in diesem Jahr wieder mit einigen besinnlichen Minuten.

Es ist beim Hangarder Dorffest seit jeher üblich, zunächst ein Gebet zu sprechen, bevor man zum Feiern übergeht. Auch am Freitag war der ökumenische Gottesdienst mit Pfarrerin Dagmar Labow und Gemeindereferentin Claudia Busch der besinnliche Auftakt der dreitägigen Veranstaltung. Als der Verein der Musikfreunde die Messe mit einer Ballade einleitete, waren die Kirchenbänke vor der Bühne auf dem Pirmin-Raber-Platz gut besetzt. Dirigent Michael Christmann und seine Musiker sorgten auch im weiteren Verlauf des Gottesdienstes für die feierlichen Klänge und als kleines Dankeschön durften sie Kollekte des Dorffestgottesdienstes behalten. Helmut Evert, der Vorsitzende des Dorffestausschusses, begrüßte danach etliche Landes- und Kommunalpolitiker und darunter auch Bürgermeister Jörg Aumann und sein Amtskollege Bernard Fath aus Enchenberg.


Die Hangarder Partnergemeinde hatte auch diesmal wieder einen eigenen Stand auf dem Hangarder Dorffest aufgebaut und sorgte mit elsässischen Delikatessen wie Flammkuchen und Weine verschiedener Sorten für ein wenig kulinarischen Kontrast zu den eher deftigen und typisch saarländischen Gerichten an den Ständen der Hangarder Vereine. Deren Duft lag längst über dem Platz, als Landrat Sören Meng mit einem routinierten Schlag das 29. Hangarder Dorffest offiziell eröffnete. Vielfältig wie das Essensangebot war auch das Musikprogramm. Am Eröffnungsabend standen die Hofgassler auf der Bühne, doch deren bayerisch-böhmische Blasmusik in Krachledernen war eher etwas für die ältere Generation und die Freunde solcher Klänge. „Das war was für die Älteren, heute Abend kommt die jüngere Generation zu ihrem Recht“, meinte Herbert Volz am Stand der SPD am frühen Samstagabend. Die fünf Musiker und die beiden Sängerinnen der Band X-Pression schlugen einen anderen Ton an und sorgten mit Rock, Pop und Soul für tolle Unterhaltung. „Die waren richtig gut, die haben eine super Stimmung gemacht“, lobte Ortsvorsteher Rolf Altpeter am Sonntagmorgen die Band.

Da die Hangarder an ihrem Dorffest Glück hatten mit dem Wetter, waren vornehmlich in den Abendstunden auch viele Leute unterwegs. Aber es wurde mitunter von den Osterauen her recht frisch und da war es von Vorteil, wenn man schnell zu Hause war. „Ich bin irgendwann heim und habe lange Hosen angezogen“, erzählte Frank Lemmes vom Musikverein von einem Gänsehauterlebnis der besonderen Art.



Wer am Sonntagmorgen einen Parkplatz im Festbereich suchte, der brauchte Geduld und gute Nerven. Viele Hangarder wollten das Frühschoppenkonzert mit dem Verein der Musikfreunde nicht versäumen, um anschließend an einem der Vereinsstände das Angebot zum Mittagessen zu nutzen und die Vereine waren gerüstet. Am Stand des Musikvereins schnibbelte Andreas Hennes die Zwiebeln für die Musikantensteaks, und beim Turnverein lag längst der Spießbraten in der Soße. „Warte mal, was in einer Stunde hier los ist“, kündigte die TV-Vorsitzende Martha Stuppi an und sie behielt recht. Bei idealem Wetter, gutem Essen und guter Musik ließen es sich die Dorffestbesucher am Schlusstag richtig gut gehen.