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Immer wieder gut: Von Fleckenscheren und geliebten Frauen

Immer wieder gut : Von Fleckenscheren und geliebten Frauen

Michael Marx gab ein Konzert in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen. Dabei stellte der Künstler seine CD „Spätlese“ vor.

Zwei Jahre mussten seine Fans darauf waren, am Freitagabend war es dann endlich soweit: Michael Marx stellte in der bis auf den letzten Platz besetzten Stummschen Reithalle seine neue CD „Spätlese“ vor. ,,Ein Jahr nach der Veröffentlichung meiner letzten CD hatte ich eigentlich schon genug Material gesammelt, aber jetzt war genau der richtige Zeitpunkt für diese CD“, so Michael Marx zu Konzertbeginn.

17 großartige Musikstücke, instrumentale Eigenkompositionen und Coverversionen großer Hits, denen Michael Marx mit seinem großartigen Gitarrenspiel und seiner einfühlsamen Stimme seinen unverkennbaren eigenen Stil aufprägte. Fantastisch interpretiert der Paul-Simon-Hit ,,50 ways to leave your lover“, bei dem Michael Marx mit ausgeprägten Tempowechsel seine Akustikgitarre zupfte und eindrucksvoll unterstrich, dass er zu den ganz Großen seines Genres zählt. Der Vollblutmusiker stellte mit seiner bescheidenen Art seine Musik in den Vordergrund und bezauberte damit ein begeistertes Publikum. Lautstarker Applaus zwischen den einzelnen Titeln, die Marx immer wieder mit kleinen Geschichten untermalte, waren hörbare Begeisterung.

Kein Mucks war allerdings während den einzelnen Stücken zu hören, jeder Ton wurde genossen und drang bis zur Seele durch. Wie die Eigenkomposition „Paula“, die Michael Marx seiner Enkelin widmet. Mit geschlossenen Augen wartet man auf einen vokalen Einstieg, um festzustellen, dass keiner kommt und man dann dankbar darüber ist, weil man so die großartige Ballade in Gedanken selbst interpretieren konnte.  In seinen Eigenkompositionen erzählt der Künstler auch Erlebnisse aus dem wahren Leben. Wie die Geschichte mit der Fleckenschere: Michael Marx war leidenschaftlicher Steakesser in der Ostertalhalle in Hangard. Beim Steakessen hatte er dann auf einmal ein paar Fettflecke auf dem Hemd. „Kein Problem“, sagte ein Tischnachbar, „der Sepp (Wirt Karl-Josef Wagner) hat eine Fleckenschere, damit kriegt der jeden Fleck weg“. Ungläubig fragte Michael Marx den Wirt, ob er wirklich eine Fleckenschere hätte, mit der er seine Flecken aus dem Hemd bekäme. „Kein Problem“, erwiderte dieser, ging kurzerhand in die Küche, kam mit einer Haushaltsschere zurück und schnitt Michael Marx kurzerhand die vier Flecken aus dem Hemd heraus.

Dieser Episode widmete Michael Marx die Komposition ,,Die Fleckenschere“ und lud Wirt Karl Josef Wagner zur Premiere in die Stummsche Reithalle ein. Mit dem Titel ,,Das Beste zum Schluss“, einer Komposition, die der Künstler seiner Frau widmete, endete ein toller musikalischer Abend.