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Baustelle Plättchesdole verzögert sich
Vollsperrung am Plättchesdole dauert an

An die Baustelle haben sich Autofahrer und Fußgänger im letzten Jahr zwar gewöhnt, die Umleitung ist aber nach wie vor Reizthema.
An die Baustelle haben sich Autofahrer und Fußgänger im letzten Jahr zwar gewöhnt, die Umleitung ist aber nach wie vor Reizthema. FOTO: Marc Prams
Neunkirchen. Nicht mehr im Frühjahr, wie ursprünglich geplant, sondern erst Ende August soll die Vollsperrung aufgehoben werden. Von Marc Prams


Es ist ja weniger die Baustelle am Neunkircher Pättchesdole, die an den Nerven der Autofahrer seit April letzten Jahres zehrt, als viel mehr die damit verbundene Vollsperrung samt Umleitungen. Damit sollte in diesem Frühjahr ursprünglich Schluss sein. „Noch im Herbst waren wir zuversichtlich, dass wir - je nach Intensität des Winters - die Arbeiten im Frühjahr 2018 abschließen und die Vollsperrung aufheben können“, teilt Klaus Kosok, Pressesprecher vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS), auf SZ-Anfrage mit. Aber daraus wird nichts. Die Baustelle wird noch etwas länger für Verdruss bei den Autofahrern sorgen. „Wir wollen die Arbeiten Ende August soweit abgeschlossen haben, dass die Vollsperrung aufgehoben werden kann“, so Kosok weiter.

Einerseits habe der sehr nasse und dann sehr frostige Winter zügiges Arbeiten nicht begünstigt. Zudem stehen die Arbeiter vor einem Problem, mit dem so nicht zu rechnen war. „Leider hat sich gezeigt, dass der den Bach schonende Abbruch des alten, maroden Betondeckels der Dole mehr Zeit in Anspruch nimmt als angenommen. Während der Abbruchphase des Deckels ist paralleles Arbeiten an Bachein- und -ablauf allenfalls phasenweise möglich“, erklärt der LfS-Pressesprecher. Die Ursachen hierfür lägen vor allem in der Baustellenlogistik. Der gleichzeitige An- und Abtransport von Abbruchmaterial und die Zulieferung von Baumaterial und Erdmassen für die Ein- und Ablaufbaustelle sei aus Platz- und Arbeitsstättensicherheitsgründen problematisch. „Nach alledem haben wir gemeinsam mit unserem Auftragnehmer den Bauzeitenplan auf einen realistischen Bauablauf angepasst.“ Und der ist nun also Ende August.



Was die Bauarbeiten betrifft, weist Kosok darauf hin, dass es sich beim Plättchesdole nicht um eine schlichte Bauwerkssanierung oder Straßeninstandsetzungsmaßnahme handele, sondern: „Um die Sanierung eines Bauchlaufs unter einer Straße, die ihrerseits unter einem Bahnbauwerk liegt. Zudem um die Vergrößerung des Bachlaufprofils der Dole mit Anhebung der Straße und den Neubau von Bacheinlauf und -ablauf vor und hinter dem Bahnbauwerk mit Angleichung an das neue Straßenniveau.“ Eine Reihe von Arbeiten steht dort also an, mit dem Ziel, dass ein gewisses Maß an Hochwasser des Sinnerbachs für den Straßenverkehr störungsfrei abfließt und dafür Gewähr bieten, dass „etwaige Arbeiten am Bahnbauwerk keine Auswirkungen auf den Straßenkörper haben werden“.

Plättchesdole Marc Prams
Plättchesdole Marc Prams FOTO: Marc Prams