Viele Kontakte, gute Umsätze

Von Freitagmittag bis Sonntagabend präsentierte die Neunkircher Messe einen breiten Branchenmix. Die Veranstalter sind mit dem Verlauf durchaus zufrieden, aber der Super-Sonnen-Samstag könnte einige potenzielle Gäste abgehalten haben.

Die Neunkircher Messe am Wochenende war gesegnet mit viel Sonnenschein. Womöglich schon zu viel Sonnenschein. Kreis-Wirtschaftsförderer Klaus Häusler bringt es auf den Punkt: "Die Messe war gut, das Wetter war besser. Allerdings war es schon so warm, dass ein paar potenzielle Besucher ihre Zeit wohl andersweitig genutzt haben." Vom Gesamteindruck her sei die Leistungsschau toll gewesen, professionell organisiert, seitens der Aussteller habe er gute Rückmeldungen bekommen. Kreisstadt Neunkirchen , Wirtschaftsförderung und Verkehrsverein stemmen das Ereignis gemeinsam. 124 Aussteller haben diesmal ihre Produkte und Dienstleistungen vorgestellt. Mit dem Besuch sei er nicht unzufrieden, sagt der Wirtschaftsförderer weiter, die Zahl der Menschen, die aufs Messegelände beim Eisweiher geströmt seien, dürfte auf dem Niveau der Vorjahre gelegen haben. Besonders am Sonntag zwischen 11 und 16 Uhr gab es einen "heftigen Zuspruch". Dazu habe auch das Programm im Festzelt das Seine getan. Wichtig ist Häusler, dass die Aussteller ein positives Fazit ziehen können. In verschiedenen Gesprächen hätte er sowohl von guten Umsätzen auf der Messe selbst, aber auch von vielen Kontakten gehört, die sich auf der Messe knüpfen ließen.

Einen ähnlichen Rückblick auf die Messe wirft Neunkirchens Oberbürgermeister Jürgen Fried . Durch den Wegfall der großen Verbrauchermessen in Saarbrücken profitiere der Messestandort Neunkirchen . Der OB: "Als Spiegelbild der Handels- und Dienstleistungsunternehmen ganz in der Nähe beweist diese Gewerbeschau, dass der persönliche Kontakt zwischen Anbieter und Kunde ein unschlagbarer Vorteil ist." Freier Eintritt und ideale Parkmöglichkeiten direkt am Gelände, so das Rathaus weiter, hätten über 15 000 Besucher auf das Messe-Areal gelockt. Die Handwerker und Betriebe, die auf der Messe dabei waren, profitierten von den vielen Beratungsgesprächen besonders in den kommenden Wochen. Denn sie dürften sich jetzt auf das "Nach-Messegeschäft" freuen. Viele Beratungstermine seien bereits am Wochenende vereinbart werden.

Thomas Streit von der KEW erläutert, der Energieversorger und das Neunkircher Klimaprojekt hätten mit der Veranstaltung ihre Ziele erreicht. Auf ihrem Gelände präsentierte die KEW verschiedene Elektro-Autos, lud zu Probefahrten ein und kam mit den Messe-Besuchern zum Thema Energiespeicher ins Gespräch. Der Samstag, so Streit, sei etwas schwächer gewesen - zu gutes Wetter auch nach seinem Empfinden. Der Sonntag war dann aber ein starker Tag. Streit: "KEW und Klimaprojekt ist es wichtig, den Leuten die Komplexität des Themas zu verdeutlichen."

Thomas Rammo vom Verkehrsverein hat ebenfalls gestaunt, wie groß der Informationsbedarf beim Thema E-Autos war. Die Messe sei eine gute Gelegenheit gewesen, sich über dieses und andere Themen zu informieren.