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Viele Erfolge, aber auch zwei Abstiege

Viele Erfolge, aber auch zwei Abstiege

Die Sportler und Vereine im Kreis Neunkirchen erlebten ein Jahr 2016 mit vielen Erfolgen, gleichwohl gab es auch so manchen Rückschlag. Im Supersportjahr mit den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro und der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich war auch im lokalen Sport so einiges los. Und da es bei der Vielzahl an starken Leistungen aus Platzgründen nicht jeder Einzelsportler oder Verein in den Jahresrückblick der SZ schafft, hoffen wir, dass uns dies die Betroffenen nachsehen.

Für unseren Rückblick schauen wir immer ins Archiv: Das verrät zum Beispiel, dass es bei Oberligist Borussia Neunkirchen wieder einiges zu berichten gab. Der Traditionsverein musste sich im Sommer, nachdem der erfolgreich arbeitende Michael Petry als Trainer zum Liga-Rivalen Hertha Wiesbach wechselte, einen neuen Trainer suchen. Und fand ihn mit dem Ex-Borussen Valentin Valtchev. Der hatte aber nicht so viel Erfolg und musste gehen, im November ersetzte ihn mit Werner Mörsdorf ein weiterer Ex-Borusse. Keine Kontinuität also auf dem Trainerstuhl. Die Saison 2015/2016 schloss die Borussia als Vierter ab. Und auch trotz neuer Ideen wie dem "Stahl-Kick" und den Heimspielen am späten Nachmittag war im Ellenfeld-Stadion ein gewisser Zuschauerschwund unverkennbar.

Beim Oberligisten FC Hertha Wiesbach hat Petry ein Team übernommen, das Abschlussfünfter der vergangenen Saison geworden war und auch in dieser Spielzeit gut mitspielt. Sogar das Thema Regionalliga-Aufstieg stand kurz im Raum, ehe die Hertha jetzt als Tabellensechster überwintert.

In der Fußball-Saarlandliga macht sich der Dino der Klasse vielleicht schon bald zu anderen Ufern auf. Der FV Eppelborn, bereits seit 1989 in der höchsten saarländischen Liga und damit dort Rekordhalter, überwintert als Tabellenführer und darf von der Oberliga träumen. Trainer Jan Berger, der den FVE Anfang des Jahres von Norbert Groß übernommen hatte, rettete die Eppelborner erst vor dem Abstieg, um dann einen wahren Höhenflug einzuleiten. Aber auch der TuS Steinbach verkauft sich gut. Als Zwölfter der vergangenen Saison kämpft das Team in dieser Spielzeit verbissen gegen den Abstieg aus der Saarlandliga und sollte ihn mit dem bisher gezeigten Kampfgeist vermeiden können.

Erfolgreich gekämpft haben auch die Zweitliga-Ringer des ASV Hüttigweiler. Als amtierender Vizemeister der 2. Bundesliga West in die Saison gestartet, hatte der ASV zu Saisonbeginn viele Verletzungssorgen. Das Team war lange Letzter, kämpfte sich aber nach dem Fehlstart gegen Saisonende immer weiter nach oben ins Mittelfeld der Tabelle.

Dort stehen beispielsweise auch die Fußballerinnen des SV Dirmingen . Der Regionalligist hatte im abgelaufenen Jahr kein Endspielglück, der SVD verlor sowohl das Finale des Hallenmasters im Februar als auch das Finale um den Saarlandpokal. Auf der Trainerbank löste Claudia Fetzer nach vielen Jahren Marion Zapp ab.

Altgedient, oder besser sagt mit viel Tradition versehen sind auch die Badmintonspieler des TuS Wiebelskirchen. Der Ex-Bundesligist spielt schon seit vielen Jahren hochklassig und holte dieses Jahr den Meistertitel in der Regionalliga Mitte. Die Badmintonspieler schafften damit das Gleiche wie die Kegler des TuS: nämlich den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Es gab aber auch Abstiege zu vermelden im abgelaufenen Jahr. Für zwei davon sorgte die SV Elversberg . Sowohl die B-Junioren stiegen aus der Bundesliga als auch die zweite Mannschaft aus der Fußball-Oberliga ab. Immerhin stehen die Jugendteams der SVE in diesem Winter richtig stark da.

 Eher suboptimal lief es für den Unterbau der SV Elversberg: Die zweite Mannschaft stieg aus der Oberliga, die U17 (hier mit Trainer Peter Eiden) aus der Junioren-Bundesliga ab. Foto: heiko lehmann
Eher suboptimal lief es für den Unterbau der SV Elversberg: Die zweite Mannschaft stieg aus der Oberliga, die U17 (hier mit Trainer Peter Eiden) aus der Junioren-Bundesliga ab. Foto: heiko lehmann Foto: heiko lehmann
 Die Ringer des ASV Hüttigweiler, hier Till Bialek (r.), starteten in der 2. Bundesliga West durch viel Verletzungspech schlecht, kämpften sich dann aber am Ende ins Mittelfeld. Foto: Benno Weiskircher
Die Ringer des ASV Hüttigweiler, hier Till Bialek (r.), starteten in der 2. Bundesliga West durch viel Verletzungspech schlecht, kämpften sich dann aber am Ende ins Mittelfeld. Foto: Benno Weiskircher Foto: Benno Weiskircher
 Mit Jan Berger über den Berg: Der Trainer rettete den FVE vor dem Abstieg, jetzt ist Eppelborn sogar Tabellenführer. Foto: Thiel
Mit Jan Berger über den Berg: Der Trainer rettete den FVE vor dem Abstieg, jetzt ist Eppelborn sogar Tabellenführer. Foto: Thiel Foto: Thiel

Ein tolles Jahr war es hingegen für die Handballfreunde Illtal. Sie lagen in der Oberliga RPS sogar auf Titelkurs, verloren dann aber das wichtige Spiel gegen die VTV Mundenheim. Am Ende wurden die Zebras Vizemeister, den Saarlandpokal hatten sie da schon gewonnen. Und die Eppelborner Hellberghalle war auch meist richtig gut gefüllt, zumal die HFI auch in dieser Saison ganz oben mitspielen.