Viele Babys heißen Marie oder Elias

Viele Babys heißen Marie oder Elias

43 Babys, die 2016 in der Klinik St. Josef Kohlhof zur Welt kamen, erhielten den Namen Marie. Dies bedeutete Platz 1 in der Namensstatistik des Standesamtes Neunkirchen. Bei den Jungs war es Elias.

In sechs, sieben Jahren werden die Grundschullehrer in der Region etliche Mädchen in ihren Klassen sitzen haben, die Marie heißen. Dieser Name war nämlich der Spitzenreiter in der Statistik des Standesamtes Neunkirchen im Jahr 2016. Genau 43 Eltern entschieden sich, ihre neugeborene Tochter Marie zu nennen, 39 Eltern gaben Sophie als Rufname an. Damit löste Marie auch Sophie als beliebtesten Namen ab, im Vorjahr war es nämlich genau umgekehrt. Lediglich ein Buchstabe ist beim dritthäufigsten Mädchennamen geändert, 29 Mal notierten die Mitarbeiter des Standesamtes Sophia. Auf Platz eins bei den Jungen landete wie im Vorjahr Elias. 26 Eltern wählten diesen Vornamen, im Jahr 2015 waren es 27. Paul löste Ben als zweitbeliebtesten Vornamen ab, an dritter Stelle stand der Name Maximilian, ein Dauerbrenner der vergangenen zehn Jahre.

Abgelehnt wurden übrigens 2016 keine Vornamen, informiert das Standesamt auf SZ-Anfrage. Und ungewöhnlich herausragende Vornamen seien auch nicht zu verzeichnen gewesen. Gleichwohl sei der Phantasie der Eltern keine Grenzen gesetzt. So erinnert sich der Standesbeamte Peter Klein, dass er einem Mädchen den Vornamen "Sky Soleil" beurkundet hat.

Markant ist in 2016, dass wieder eine Steigerung von Vornamen aus dem arabischen Kulturkreis gegenüber dem Jahr 2015 zu verzeichnen ist. Dies liege wohl daran, dass viele Kinder syrischer Flüchtlinge in Neunkirchen geboren wurden, heißt es aus dem Rathaus.

Im Jahr 2016 wurde beim Standesamt Neunkirchen die Geburt von 1652 Kindern (in 2015: 1537) beurkundet. Diese erneute Steigerung um 115 Geburten ist wohl auch auf die verstärkte Zuwanderung von Flüchtlingen aus Syrien und Eritrea zurückzuführen. Aber auch ein Anstieg von Geburten von Bulgaren und Rumänen ist zu verzeichnen. Zu erwähnen ist, dass das Standesamt Neunkirchen alle Babys der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof beurkundet, sofern die Eltern im Landkreis Neunkirchen wohnen. Also wird auch das Kind des syrischen Flüchtlings, der in Eppelborn wohnt, beim Standesamt Neunkirchen beurkundet, wenn es in der Klinik in Kohlhof zur Welt kommt. Deshalb kann das Standesamt Neunkirchen keine Einwohnerstatistik über Abwanderungen und Zuwanderungen, auch durch Flüchtlinge, liefern.

Sechs Eheschließungen mehr als im Jahr zuvor wurden 2016 beurkundet, nämlich insgesamt 243. Darunter waren allerdings auch 15 Nachbeurkundungen von Ehen im Ausland durch Deutsche. Außerdem weist die Statistik drei Lebenspartnerschaften auf. Sterbefälle wurden im vergangenen Jahr 920 aufgenommen, im Jahr zuvor waren es 820.

Das Einwohnermeldeamt hat zum 31. Dezember 2016 insgesamt 48 112 Personen mit Haupt- oder alleiniger Wohnung in Neunkirchen registriert. Damit hat die Wohnbevölkerung der Kreisstadt wieder den Stand vom 31. Dezember 2008 erreicht, teilt die Verwaltung mit. Allerdings sank der Anteil der deutschen Staatsangehörigen während dieser acht Jahre von 91,41 Prozent auf 84,38 Prozent. Auffällig ist nach Angaben der Verwaltung bei der Wanderungsstatistik die hohe Mobilität bei bulgarischen, rumänischen, aber auch italienischen und türkischen Staatsangehörigen. So sind beispielsweise 377 Bulgaren nach Neunkirchen gezogen, 214 aber auch weggezogen. Bei den Flüchtlingen aus Syrien steht einem Zuzug von 693 Personen die Abwanderung von 163 gegenüber.