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Viel Spaß für Zwei- und Vierbeiner

Neunkirchen. Neunkircher Bahnhofstraße als Flaniermeile für Hunde und ihren Anhang Mathias Huckert

Definitiv kein schlechtes Hundewetter hat die Besucher gestern am Tag des Hundes in Neunkirchen erwartet.


Bei sommerlichen Temperaturen gab es in der Bahnhofstraße am verkaufsoffenen Sonntag jede Menge Aktivitäten für alle Zwei- und Vierbeiner. An zahlreichen Ständen informierten lokale Vereine und Geschäfte zudem über Hundeerziehung und Pflege oder zum Beispiel darüber, wie man seinen treuen Begleiter auf Fotos am besten in Szene setzt.

Gänzlich ohne Kamera kamen allerdings die Tierportraits von Anna-Lena Hellriegel aus. Die zeichnete auf Wunsch die geliebten Vierbeiner - ein Hobby, das ganz schön viel Zeit beansprucht: "Ich habe früher schon gerne Tiere gezeichnet. Für ein Portrait in Din A4-Größe kommen da aber schon mal 15 bis 20 Stunden zusammen", erklärte die Künstlerin. Definitiv länger würde sie für eine Zeichnung der Hunde von Alexandra Klos aus St. Wendel brauchen. Denn die drei riesigen Irish Wolfhounds der Hundezüchterin bringen zusammen rund 150 Kilogramm auf die Waage - und gelten als größte Hunderasse der Welt. Auffallend war dabei, wie sehr die drei Riesen in sich ruhten, obwohl um sie herum ein ständiges Gewusel aus Hund und Mensch herrschte. "Wolfshunde bringen schon ein ruhiges Wesen mit sich, aber erziehen muss man sie natürlich trotzdem", so Klos.



Um die Erziehung ging es auch am Stand des DRK Quierschied. Dort werden aktuell acht neue Hunde für die Rettungshundestaffel ausgebildet. In der zwei- bis dreijährigen Ausbildung lernen die Hunde, vermisste Personen anhand ihres Geruchs in Gebäuden oder draußen in der Landschaft wieder aufzuspüren.

Richtig großen Andrang hatten die stündlichen Hunderennen des Vereins IRJGV Nordsaar zu verzeichnen. Dabei traten die Hunde einzeln an und mussten über eine Distanz von 40 Metern so schnell wie möglich zu Herrchen oder Frauchen gelangen. Das entpuppte sich manchmal als regelrechte Glücksnummer - vor allem dann, wenn der beste Freund auf halber Strecke kehrtmachte, weil gerade ein viel interessanterer Geruch in der Luft lag.

Immerhin nur vier Sekunden brauchte die kleine Norfolk-Terrier-Hündin Hanny um Frauchen Sandra Klomm zu erreichen. Die war vom Tag des Hundes in Neunkirchen begeistert: "Das gefällt uns wirklich sehr gut. Man trifft so viele Hunde und Gleichgesinnte", erzählte die glückliche Hundebesitzerin.