Verwaltungschef hat erste „Neunkircher Uhr“ am Arm

Neunkirchen · Im Rahmen einer Gala-Präsentation in der Neuen Gebläsehalle stellte der Inhaber von Sinn Spezialuhren die erste Neunkircher Uhr vor. Der Neunkircher Oberbürgermeister Jürgen Fried ließ es sich nicht nehmen, den neuen Zeitmesser für 1250 Euro zu erstehen.

 Die Neunkircher Sinn-Uhr wurde von Lothar Schmidt (rechts) und Jürgen Fried präsentiert. Foto: Willi Hiegel

Die Neunkircher Sinn-Uhr wurde von Lothar Schmidt (rechts) und Jürgen Fried präsentiert. Foto: Willi Hiegel

Foto: Willi Hiegel

"Herr Fried, ihre Nummer Eins." Ohne viel Schnickschnack überreichte Lothar Schmidt dem Neunkircher Oberbürgermeister Jürgen Fried im Rahmen einer Gala-Präsentation in der Gebläsehalle die erste Neunkircher Uhr - nur, damit "Falco " alias Axel Herrig sie diesem sogleich wieder abnehmen konnte. Mit dem Schmuckstück posierend, jubelte der Musical-Darsteller: "Die sinnlose Zeit ist vorbei."

Genau - ist es doch eine Sinn-Uhr, die nicht nur das Herz des OB etwas schneller schlagen lässt "Sie ist technisch raffiniert, hat Eleganz und es steht Neunkirchen /Saar drauf", fasste Fried die für ihn wichtigsten Eigenschaften des 1250 Euro teuren Modells 6068 NK zusammen. Welches er, wie er betonte, selbstverständlich aus eigener Tasche bezahle. Vielleicht erweist sich die Automatikuhr, deren Boden übrigens zusätzlich das Neunkircher Wappen ziert, sogar als prima Wertanlage. Bei einer auf 200 Stück limitierten Serie nicht ganz unwahrscheinlich. Kennengelernt hatten sich Fried und Schmidt vor fünf Jahren. Schon damals reifte die Idee, dass der gebürtige Furpacher oder wie er betont Haus-Furpacher seiner Heimatstadt eine seiner genialen Uhren widmen kann.

Exakt 20 Jahre ist es her, dass der Maschinenbauingenieur die Firma Sinn Spezialuhren zu Frankfurt am Main von Firmengründer Helmut Sinn übernahm. Ohne "den entscheidenden Kredit der Sparkasse Neunkirchen " wäre diese Transaktion im Herbst 1994 nicht zustande gekommen, woran Lothar Schmidt in seiner Ansprache dankbar erinnerte. Damit begann für das Unternehmen eine neue Zeitrechnung. Geprägt von den Prinzipien des Gründers, die denkbar besten Uhren zum möglichstgünstigsten Preis anzubieten und hierbei die Funktionalität klar in den Vordergrund zu stellen, galt sie bis dato eher als Geheimtipp. Konzentrierte sich die Marke Sinn doch hauptsächlich auf Fliegerchronographen und Navigationsborduhren, die in der Schweiz hergestellt und als Eigenmarke vertrieben wurden. Im Firmensitz "Im Füldchen" belegte man damals gerade einmal anderthalb Stockwerke, wo drei Uhrmacher im Service beschäftigt waren.

Schmidt erweiterte die Modellpalette und verbesserte mittels neuer, teils patentierter Technologien wie Temperaturresistenz die Robustheit und Alltagstauglichkeit der Uhren . Schon mit dem ersten Modell, der "244" aus Rein-Titan mit frei schwingend aufgehängtem Uhrwerk, setzte er ein Thema um, das nach wie vor großen Stellenwert besitzt, nämlich den Magnetfeldschutz.

Heute arbeiten 100 Leute allein am Standort Frankfurt, darunter 40 Uhrmachermeister und acht Entwickler/Konstrukteure. Stolz ist Schmidt darauf, dass Sinn nach wie vor Inhaber geführt ist und keiner Gruppe angehört, was man von keiner anderen großen Uhrenmarke heute sagen könne.

"Sie haben ihre Wurzeln nicht vergessen und sind ihrer Heimatstadt treu geblieben", betonte OB Fried. Weshalb sich Schmidt noch vor der Eröffnung des hessisch-saarländischen Büffets ins goldene Buch der Stadt Neunkirchen eintragen durfte.

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